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Veganismus: Welche Mangelerscheinungen habt ihr oder eure Freunde? Wie sind die Langzeiterfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Lebensmittel, Ernährung + Rezepte" wurde erstellt von euphorbia, 30 September 2019.

  1. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Die Überschrift ist absichtlich ein bisschen provokant formuliert. Aber mich würde wirklich mal interessieren welche Mangelerscheinungen haben Veganer wirklich? Wie sind da die Erfahrungen von euch oder in eurem Umfeld? Sind Veganer auf lange Sicht gesehen tatsächlich häufiger als Menschen, die alles essen, von Vitaminmangel betroffen?
     


  2. Gast1793

    Gast1793 Guest

    Genau dazu hab ich - was weiß ich, wo. sorry - grad Stellung genommen. Denn mich irritiert auch, dass alle Veganer Zusatzpräparate benötigen in Form von Eisen und B12.

    Ich selbst sehe die Lösung eher im Tierschutz, denn ich bin absolut nicht gegen Fleischernährung. Sondern NUR gegen die heute nicht mehr atgerechete Haltung und Schlachtung.
    Wobei ich fürchte, dass dies ein Prob der Politik bleiben wird.
     
  3. libelle

    libelle Neues Mitglied

    Na ja ich muss gestehen, dass ich nicht im Kopf habe, welche Nährstoffe in welchen Lebensmitteln enthalten sind (außer den Klassikern wie Eisen in rotem Fleisch, B12 zum Beispiel in Eiern und Milchprodukten, Jod im Fisch sowie Kalzium in Milchprodukten), aber ich habe von einer befreundeten Veganerin gehört, dass Nährstoffe aus natürlichen Lebensmitteln nicht immer so viel weiterhelfen wie jene aus tierischen Lebensmitteln. Bei ihr ist das allerdings eine Lebenseinstellung... umso überraschender waren für mich ihre Aussagen. Und sie substituiert selbst diese Nährstoffe mithilfe einer Mischung. Die andere Seite der Medaille ist, dass eine normale und ausgewogene Ernährung nicht Mangelerscheinungen ausschließt. Eine Arbeitskollegin, die weder Veganerin noch Vegetarierin ist, leidet unter Blutarmut.
     
  4. Gast1793

    Gast1793 Guest

    Okay, offenbar möchte genau dazu Veganer KEINE Stellung nehmen. Was mir einiges sagt....
     
  5. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Naja, dass keiner Stellung nehmen möchte, ist doch überhaupt nicht gesagt. Wir wissen doch gar nicht, ob bislang überhaupt ein Veganer diese Diskussion entdeckt hat. Schließlich ist hier in dem Forum Veganismus kein Kernthema, sondern vor allem Nachhaltigkeit, Bio-Lifestyle und so weiter. Ich dachte mir halt, dass es möglicherweise hier auch Veganer geben könnte. Aber wissen tu' ich es nicht. Man kann ja schließlich auch einen nachhaltigen, ökologischen Lebensstil pflegen, wenn man durchaus (aber eher selten) Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren isst.

    Die meisten Veganer in meinem Umfeld, substituieren auch mindestens B12. Soweit ich weiß, gibt es aber durchaus noch andere kritische Nährstoffe. Da wäre ein Nährstoffmix sicher vernünftig. Aber wäre es da nicht sinnvoll sowas individuell anzupassen? Je nachdem was man isst und was nicht, dürfte das ja auch unterschiedlich ausfallen?

    Dass Menschen, die von allem ein bisschen was essen, deshalb auch automatisch genug Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen, glaube ich übrigens auch nicht. Mängel an B-Vitaminen, Vitamin D, Eisen und so sind wohl in der Gesamtbevölkerung nicht selten. Und auch bei Jod nicht - und das, obwohl mittlerweile in fast allen Haushalten Jodsalz verwendet wird.

    Nahrungsergänzungsmittel werden, habe ich mal gelesen, auch nicht nur bei Menschen eingesetzt, sondern auch bei Tieren. Jod zum Beispiel, aber auch B12. Wenn man nun also seinen B12-Bedarf über tierische Lebensmittel deckt, dürfte man wohl davon profitieren, dass an anderer Stelle substituiert wird.
     
  6. libelle

    libelle Neues Mitglied

    Ich denke ebenfalls, dass es nicht gezwungenermaßen sein muss, dass Veganer diese Diskussion noch nicht gesehen haben. Und sorry, ich habe bei meinem vorherigen natürlich statt vegetarisch geschrieben. Ich hoffe, dass das trotz meines Ausrutschers so klar war. Soweit ich weiß sind vor allem Vitamin D Mangel verbreitet. Dann hängt es von Person zu Person ab, aber Jod- und Eisen Mangelerscheinungen sind vor allem bei einem nicht ausreichenden Genuss von Fisch und Rotfleisch präsent. Und bei Vitamin B12 ist einem mit dem Genuss von Eiern und Milchprodukten geholfen. Daher kommen Vitamin B12 Mangelerscheinungen bei Veganern hinzu. Und ja, es ist möglich, Nährstoffmischungen anpassen zu lassen. Ich kenne das zum Beispiel von Plantoflexx.
     
  7. Gast1793

    Gast1793 Guest


    Was ist daran provokativ? Und schon gar nicht absichtlich - wie kommst du dazu, mir das zu unterstellen? Ich habe etliche Bekannte, die Veganer sind und ALLE müssen Zusatzpräparate nehmen.
    Und genauso ist meine Frage gemeint.
    Aber wenn du das als "provokativ" empfindest, hab ich sicherlich irgendeinen Nerv getroffen (den ich gar nicht treffen wollte). Aber ich bin selbst auf der Suche nach alternativen und tierartgerechten Ernährungsformen!
     
  8. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Die Überschrift habe ich doch gewählt, bevor du überhaupt geantwortet hast - ich habe dir also wirklich nichts unterstellt und hatte das auch nicht vor. ;)

    Wenn man Zusatzpräparate nimmt, sorgt man ja vor, dass es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, richtig? Dass die meisten Veganer Nahrungsergänzungsmittel nehmen, vor allem B12, weiß ich auch. Ist auch vernünftig. Davon abgesehen haben, glaube ich, auch viele Menschen, die Fleisch essen da Mangelerscheinungen. Sie wissen es halt oft nicht und lassen aus auch nicht testen, weil sie glauben durch den Fleischkonsum eh auf der sicheren Seite zu sein.

    Wie gehst du das denn an, wenn ich fragen darf? Ich kenne zB zunehmend viele, die selbst Hühner für Eier oder auch Fleisch artgerecht selbst halten.

    In der kalten Jahreszeit dürfte das mit Vitamin D Mängeln bei vielen hinkommen. Aber was rotes Fleisch angeht... scheiden sich da nicht auch bei Ernährungswissenschaftlern stark die Geister? Das mit dem anpassbaren Nährstoffmix klingt gut, wie macht man das denn? Auf Blutbildern sieht man ja erst manifeste Mängel, was dann zum Vorbeugen eher weniger taugen dürfte?
     
  9. Gast1793

    Gast1793 Guest

    Ich weiß es nicht. Es war früher alles so einfach. Heute - ich weiß es nicht mehr....
     
  10. libelle

    libelle Neues Mitglied

    Es ist halt so, dass die Symptome bei Mangelerscheinungen meistens dann auftauchen, wenn der Mangel bereits ziemlich ausgeprägt ist. Insofern wäre es am geschicktesten, den Mängeln entgegenzuwirken, bevor es überhaupt zu den Symptomen kommt. Bezüglich des roten Fleisches ist es soweit ich weiß so, dass man nicht übermäßige Mengen davon essen sollte. Aber jeder Körper ist anders und insofern kann es sein, dass die empfohlene Maximalmenge an rotem Fleisch nicht ausreicht, um einen Eisenmangel zu verhindern. Die Nährstoffmischungen kann man nach dem Ausfüllen eines online Tests, den man meines Erachtens mit einem Anamnese-Bogen vergleichen kann, bestellen.
     
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