1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Lebensmittelverschwendung im Haushalt?

Dieses Thema im Forum "Lebensmittel, Ernährung + Rezepte" wurde erstellt von blumentanzfrau, 10 April 2016.

  1. blumentanzfrau

    blumentanzfrau Neues Mitglied

    Hallo liebes Forum! Das Thema der weggeworfenen Lebensmittel ist ja nach wie vor ein sehr großes. Zur Zeit tut sich ja auch relativ viel dazu kommt mir vor (deutscher Ernährungsminister will MHD abschaffen). Wie geht ihr persönlich damit um? Was sind eure Ansätze? Wie vermeidet ihr Lebensmittelverschwendung persönlich? lg Friede
     


  2. Ape.

    Ape. Mitglied

    Normalerweise werfe ich keine Lebensmittel weg. Mein Bio-Müll besteht meist zu Dreivierteln aus Bananenschalen, Kartoffelschalen und Teebeuteln :D Wobei Teebeutel für den harten Öko evtl schon kritisch im Biomüll sind!?
    Da ich gerne etwas hamstere, habe ich immer haltbare Dinge wie Nudeln, (palmölfreie) Fertigsaucen und Dosen-/Glasgemüse auf Vorrat, wenn man mal zu faul zum Kochen ist. Frische Sachen werden bei mir hingegen nie schlecht, wenn ich nicht schon beim Einkauf unschöne Stellen übersehen habe. Da ich morgens immer Müsli esse, fällt bei mir auch nie schimmliges Brot oder Aufschnitt/Aufstrich an. Wenn mir mal nach Brot ist, wird das auch in wenigen Tagen verkonsumiert, dann gibt's halt 'ne Müslipause.
    In einem Ein-Personen-Haushalt (bzw. in einer 2er-WG) ist es natürlich wesentlich einfacher den Überblick zu behalten, als wenn man für viele einkauft. Allerdings bin ich immer wieder erstaunt, was meine Mitbewohnerin alles wegwirft.

    Viel problematischer finde ich den Plastikmüll. Es ist unglaublich, wie viele Dinge in Plastik eingepackt sind, und oft so überflüssig. Vor allem ärgert mich dies bei Bio-Zeug. Eigentlich sollte man denken, "Bio-Leute" haben etwas mehr Interesse am Umweltschutz als "Normalos". Aber welche Bananen sind bei Penny immer eingepackt? Die Bios. Oder bestes Beispiel Bio-Tee, bei dem jeder Beutel einzeln eingeschweißt ist. Bescheuert. Das handhabe ich so, dass ich möglichst wenige derart verpackte Produkte kaufe und diese beim Wegwerfen (genau wie beim Papiermüll) möglichst stauche und platzsparend entsorge, damit nicht auch noch unnötig Müllbeutel-Müll anfällt ^^

    Vielleicht ist das nicht ganz das, worauf Du, liebe Friede, hinauswillst. Aber vielleicht kann man hierauf leichter/konkreter antworten :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2016
  3. Sunny

    Sunny Mitglied

    Hallo Friede,

    ich habe mir angewöhnt, konsequent nur noch einmal die Woche einzukaufen.

    Zu Hause liegt ein Einkaufszettel und alles, was so die Woche über als "fehlend" auffällt, wandert da rauf.

    Donnerstags ist dann mein Einkaufs-Vormittag, wo ich auch ausschließlich das kaufe, was auf dem Zettel steht.

    Relativ schnell, nachdem ich das "eingeführt" habe, habe ich gelernt, mit den Lebensmitteln zu haushalten.
    Sprich - leicht Verderbliches wird in den ersten Tagen gegessen, Haltbareres, in den letzten Tagen.

    Brot backe ich selbst - immer in den Größen, die ich gerade brauche und auch verzehre.

    Bei Käse kaufe ich so ca. 1 x pro 1-2 Monate ein halbes "Wagenrad" - in einer Porzellanschüssel mit
    einem Essteller als Deckel drauf hält der absolut schimmelfrei ewig im Kühlschrank.

    Da ich Rohmilch kaufe und die manchmal einen Stich bekommt, mache ich daraus dann
    Dickmilch.

    Aufschnitt in Form von Fleischprodukten esse ich gar nicht.
    Wenn ich Fleisch essen will, dann esse ich unverarbeitetes Fleisch gegart, gegrillt
    oder gebraten oderstelle mir aus Fleisch selber her, was ich haben will.

    Fleisch kaufe ich 1 x im Jahr - eine halbe Rindervorderhälfte - das Rind kenne ich zu Lebzeiten, weiss also,
    wie es gelebt hat - und ich bekomme den Termin, wann nach dem Abhängen zerlegt wird.

    Dann fahre ich mit einem "Stapel Wäschekörbe" zum Schlachthof und lasse mir das Fleisch so
    zerlegen/portionieren, wie ich es haben will und so lose in die "Wäschekörbe" packen.

    Zu Hause friere ich es dann in Borosilikatglasschalen in solchen Portionen ein, wie ich es später auch
    brauche.

    Wenn mal irgendwelche Lebensmittel (was selten ist) doch "übrig" sind oder ich absehen kann, dass sie
    mir schlecht werden, wenn sie nicht sofort verbraucht werden und ich sie nicht brauche, dann werden
    sie je nach Lebensmittel an die Hunde, Hühner oder Katzen verfüttert.

    Gekeimte Kartoffeln, Zwiebeln etc. pflanze ich in den Garten.

    Kaffeesatz und Teeblätter streue ich als Dünger ebenfalls in den Garten.

    Insofern - es gibt eigentlich so gut wie keinen Ausschuss bei mir.

    In Kunststoffen verpackte Lebensmittel meide ich zu über 90% - eher verzichte ich auf vieles oder weiche auf
    Alternativen aus (Tee z.B. statt in Beuteln, lose), als dass ich diesen Plastikwahn unterstütze.

    Müll ist bei mir sehr, sehr überschaubar.

    Ich habe die kleinste, mögliche Restmülltonne und bekomme sie zusammen mit meiner Nachbarin
    nicht mal halb voll (Abholung 14 Tagesrythmus).

    Gelber Sack zusammen mit meiner Nachbarin alle 2 Wochen einer (wobei der zu 90 % mit Dosen
    Hunde- und Katzenfutter) gefüllt ist.

    Biomüll gar nicht - Papiermüll alle 4 Wochen - die Tonne ist maximal 1/2 voll - überwiegend
    Zeitungen und Werbung aus dem Briefkasten - ebenfalls zusammen mit der
    Nachbarin.

    LG
    Sunny
     
  4. blumentanzfrau

    blumentanzfrau Neues Mitglied

    Das klingt sehr vorbildlich was du da beschreibst! Danke für deinen Input. Ich glaube, wenn jeder Konsument so bewusst agieren würde wie du, dann würde sich in unserer Gesellschaft schon einiges verändern! Ich persönlich habe zumindest mal damit begonnen regelmässig "Restlessen" zu veranstalten, wo ich ein paar Freunde zu mir einlade, um meinen Kühlschrank mal wieder zu leeren, wenn er zu bedrohlich voll für mich alleine wirkt :)
     
    Sunny gefällt das.
  5. Körnchen

    Körnchen Mitglied

    @ sunny: wow, das ist eine sehr tolle Liste die man sich auch mal zu Herzen wieder nehmen kann um einfach zu vermeiden ganz vieles wegwerfen zu müssen - da gebe ich dir vollkommen Recht!
    @ blumentanzfrau: Erstens, die Idee mit dem gemeinsamen verkochen finde ich gut! Das sollte ich auch mal bei mir anstreben. Und um deine Frage zu beantworten, ich denke man sollte eben als Konsument wirklich auch wenn man in den Supermarkt geht sich an Regeln halten: nein, ich lasse mich nicht zu Mehrkauf verlocken, ich plane beständig. Des Weiteren kann man ja auch bewusst mal sich Trends entgegensetzen, wie das Gemüse hat so und so auszusehen, wehe die Gurke ist krumm, das ist doch Blödsinn!
     
    Sunny gefällt das.
  6. blumentanzfrau

    blumentanzfrau Neues Mitglied

    Weiß zufällig jemand ob bezüglich gesetzlicher Regelungen eigentlich etwas im Gange ist? In Frankreich gibts ja jetzt ganz gute Bestimmungen für die Supermärkte. Wirds sowas bei uns auch geben?
     
  7. Körnchen

    Körnchen Mitglied

    Dann schau dich mal hier um, da http://lebensmittel.greenpeace.at/ gibts auch viele Tipps zum Thema wie man Lebensmittelverschwendung vermeiden kann und wie man mit Resten umgehen kann, oftmals braucht es oft nur neue Anregungen damit man sich selbst wieder mehr ermahnt.
     
  8. blumentanzfrau

    blumentanzfrau Neues Mitglied

    Danke für den Tipp! Restlverwertung ist sicher ein gutes Thema. Ich persönlich lade mir einfach ein paar Freunde ein und verkoche was noch da ist, bevor es schlecht wird, so haben alle was von meiner Fehlkalkulation ;) Aber ich denke mir auch, dass die Verantwortung des Konsumenten auch nur begrenzt ist, immerhin werden ja schon im Produktionsprozess Unmengen an Essen weggeworfen die der Konsument erst gar nicht zu Gesicht kriegt.
     
  9. storm

    storm Mitglied

    Wir kaufen auch nur so viel ein wie viel wir auch aufbrauchen können. Dazu essen wir auch immer Reste. Oder kochen auch etwas aus den Resten. Im Internet findest man immer tolle Rezepte. Einfrieren, hilft auch. Es gibt viele Möglichkeiten sein essen nicht zu verschwenden
     
  10. SusanneF

    SusanneF Neues Mitglied

    Hallo meine Lieben,

    finde es auch sehr schade, wie Supermärkte durch Hygienerichtlinien mit verderblichen Lebensmitteln umgehen - ein Mindesthaltbarkeitsdatum beschreibt nicht die maximale Haltbarkeit, aber irgendwie hat sich das paradoxerweise in den Köpfen der Bevölkerung falsch eingebrannt - wunderbar diese Konsumgesellschaft.... naja wollen wir mal nicht über sowas meckern, wichtig wäre es, dass Lebensmittel, die weggeworfen werden "müssten", zu 100% gespendet werden - von einer bekannten weiß ich, dass dies bereits bei Penny in Hamburg passiert. Die spenden an gemeinnützige Organisationen, helfen damit Obdachlosen.

    Liebe Grüße
    Eure Suse
     
  11. Tja - im Großen und Ganzen kann ich mich da nur anschließen.
    Bei uns wandert für meinen Geschmack immer noch zuviel in den Müll, wobei das kaum noch weiter reduzierbar ist - Essensreste, wobei wirklich nur die Reste wegkommen, die nicht wieder in den Topf können, generell werden Reste schon aufgebraucht.
    Ich bin da von meinen Eltern her vorgeschult (Nachkriegsgeneration), meine Frau kommt aus Georgien, hat schon 2-3 Kriege erlebt und ist da auch vorgeprägt.
    Brot wird immer mal wieder schlecht (schimmlig, hartes Brot könnte man ja weich machen), das ist mit drei Kindern kaum zu vermeiden.

    @ SusanneF
    Bei der Mehrheit der Supermärkte ist das, denk ich, schon Usus, dass abgelaufene Sachen zu den Tafeln kommen oder (Brot) tw. am nächsten Tag reduziert zu kaufen sind. Ich kenn aber natürlich nicht alle - in kleineren Orten ist das sicher nicht so einfach, wenn es keine lokale Sammelstelle gibt.
    Dann gibt es da auch immer noch die Diskussion um die Müllcontainer von Supermärkten, das ist so eine Sache, ziemlich kurios ...

    Gruß,

    Bio
     
  12. tanti

    tanti Neues Mitglied

    Ich versuche auch so wenig wie möglich wegzuwerfen. Wenn man konsequent nur soviel kocht wie man auch essen kann. Ausserdem verwerte ich auch die Reste.
     
Die Seite wird geladen...