Immer mal wieder eine gute Nachricht

Hallo,

ich bin sicher, ich spreche etlichen Leuten aus der Seele, wenn ich sage, die momentane Situation ist schon mehr als ermüdend - mir persönlich geht es zwar vglw. gut, wir sind materiell gesichert, ich arbeite, dahingehend alles iO - aber mei, ich bin seit März im HomeOffice und alle drei Kinder m.o.w. genauso - es gab zwar mal Phasen mit Wechselunterricht und Ferien, aber immerhin seit Weihnachten durchgehend HomeSchooling ... die Stimmung ist ständig angespannt, alle Laptops sind belegt, das Thema "Bildschirmzeit" ist schlicht nicht mehr umsetzbar, es fehlt Bewegung ...

Da tut es gut, wenn man immer mal wieder positive Nachrichten hört von der Klimafront und weiß, dass dieses Thema offenbar in den Köpfen jetzt nicht mehr verdrängt werden kann. Wie bspw. die Nachricht heut von einem Landkreis, der jetzt Salzwasser aus der Gurkenproduktion als Streusalz wiederverwendet. Oder neue Entwicklungen im Bereich Windenergie - war im Spiegel+, den ich leider nicht voll lesen kann, da hab ich sogar mal die Idee riesiger Drachen vor Tankern wiedergesehen ...

Klar, schlechte Nachrichten und diskutable Fälle aus Politik und Wirtschaft gibt es genug, aber es geht mir ja grad darum, hervorzuheben, dass man doch immer mal wieder etwas positives hört und liest.
Würd mich interessieren, über was für kleine Lichtblicke Ihr so stolpert.
Gruß,

Darth_Bio
 
Noch eine andere Sache, die ich auch sehr erfreulich finde - die Planungen, aus Tiefen-Geothermie-Wasser oder noch besser aus Grubenwasser, das nun mal ohnehin da ist und 24/7 gepumpt werden muss, Lithium zu gewinnen - das mildert die Umweltprobleme (und sozialen Probleme), die andernorts durch unseren E-Auto-Boom entstehen.
Das ist - wie die Sache mit dem Gurkenwasser als Tausalz in einem Landkreis - eine lobenswerte Idee, etwas, was sowieso anfällt, noch mal zu nutzen.
 
Die Sache mit den E-Fuels ist doch im Kern auch erfreulich.
Freilich kann man da viele Fragen stellen und viel darüber diskutieren - schon wenn man das dafür benötigte CO2 an bestehenden Fabrikanlagen entnimmt, es also von der Verbrennung fossiler Energieträger stammt, ist das ja mitnichten ein Nullsummenspiel - immerhin werden mit dem CO2 noch mal Autos betrieben, ehe es in die Atmosphäre entlassen wird, der Nutzen erhöht sich also.
Wenn ich gleichzeitig den Artikel sehe, dass neuartige Klimaanlagen angeblich CO2 aus der Atmosphäre ziehen können - voila. Da (in der Atmosphäre) haben wir doch wahrlich mehr als genug davon ;)
Das wäre ansatzweise ein Kreislauf - das CO2 käme aus der Atmosphäre, würde zur Herstellung von E-Fuels genutzt, würde Autos antreiben und käme aus dem Auspuff wieder in die Atmosphäre. Dadurch würde es zwar nicht weniger - aber wenn ein paar Leute dadurch weiterhin einen verbrenner fahren könnten, würde unser Strombedarf vieleicht nicht ganz so rasant steigen und wir könnten den rechtzeitig mit erneuerbaren Energien decken (vor dem Hintergrund, dass wir m.o.w. gleichzeitig aus Kohle und Atom aussteigen und nach Möglichkeit nicht Erdgas als Zwischenlösung wollen).
 
Auch heute gibt es wieder was, was im Kern erfreulich ist - irgendein japanisches Bauunternehmen hat wohl eine neue Methode zur Zementherstellung entwickelt (und somit Beton), wobei sie Schlacke aus ihren Hochöfen wiederverwenden und insgesamt CO2 binden anstatt größere Mengen davon freizusetzen.
Ich glaube, ähnliches haben Unternehmen bei uns auch schon gefunden - oder zumindest dran geforscht.
Braucht natürlich alles seine Zeit, aber das sieht doch gut aus.
 
Die gute Nachricht des Tages ;-) In Sevilla, hab ich im Radio gehört, wollen sie jetzt den Überschuss an Orangen, die nicht verkauft oder sonstwie genutzt werden, in Biogas-Anlagen verwenden und somit Strom für die Stadt erzeugen. Mal sehen, ob die Rechnung aufgeht, wieviel das ergibt. Das könnte im Prinzip fast jeder Supermarkt machen - all das Zeug, das nicht mehr verkauft werden kann (MHD) und das nicht von Tafeln abgeholt wird, könnte stattdessen in so eine Biogas-Anlage kommen. Das Problem ist nur wiederum, dass irgendwer das da hinkarren muss.
 
Immer mehr Autohersteller verabschieden sich vom Verbrenner und mehrere EU-Staaten haben so was gefordert - das ist im Grunde ja gut.
Wobei, wenn alle jetzt plötzlich komplett auf E-Autos umsteigen, können wir erst mal die Strombedarfe nicht decken ohne Importe - außerdem wird ja auch an diesen E-Fuels geforscht, was in dem Fall natürlich komplett für die Katz wäre - gut, es gibt weltweit noch viele andere Auto-Hersteller, die sich einen solchen Umbau auch tw. gar nicht leisten könnten. Für diese Hersteller und diese Länder wären solche synthetischen Kraftstoffe vieleicht eine gute Lösung, zumal wenn dafür CO2 aus Fabriken noch mal wiederverwendet würde und wenn der zur Herstellung notwendige Strom vieleicht lfr. aus erneuerbaren Quellen kommen könnte ;-)
 
Flugzeugbenzin/ Kerosin aus Essensabfällen - da ist heut ein Artikel drin. Einsparungen von 165% - klingt ziemlich gut. Da wird ziemlich viel der Treibhausgase eingespart, die die Flugzeuge normal freisetzen und das Methan, das diese Essensreste sonst beim Verrotten freisetzen würden. Bleibt abzuwarten. Noch muss das sicher eine Weile getestet werden etc. - bis das überhaupt in Verwendung kommt, dauert es sicher noch länger. Dann darf es natürlich auch nicht allzu teuer sein, damit die Fluggesellschaften es dann auch nutzen. Aber immerhin, es wird daran gearbeitet. Das ist schon mal was ;-)
 
Momentan ist es schwierig - in den Nachrichten sieht man kaum was anderes als die zahllosen Diskussionen rund um Corona und die Corona-Politik.
Dass dieser norwegische Fonds immerhin 1,4 Mrd. (vermutlich vom Öl abgezogen und) in einen Offshore-Windpark investiert hat, ist jetzt schon ein paar Tage her. Aber das ist doch mal eine Story, die hoffnung macht. Wenn große Investitionsgesellschaften anfangen, sich in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren, dann hat das ganze wirklich eine Chance. Das ist natürlich relativ, es wird trotz aller Anstrengungen noch viel mehr verloren gehen als schon der Fall ist, aber immerhin ...
 
Heut gibt es mal wieder was: Die Bemühungen, große Umwelt-Vergehen künftig strafrechtlich so zu behandeln, dass die Verursacher am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden können. Das ist m.E. sinnvoll und notwendig - denn nur wenn es Unternehmen und Staaten potentiell RICHTIG weh tut, große Umweltrisiken aus Profitgedanken in Kauf zu nehmen, werden diese sich das vorher überlegen ...
 

EmmiB

Mitglied
Bin da absolut bei dir und finde es auch richtig so.
Frage ist nur wie soll man das machen?
Ein Unternehmen hat ja nie so viele Rücklagen, dass sie jetzt alle Umweltschäden bzw. die Beseitigung der Umweltschäden bezahlen kann. Atom, Kohle, Fracking,... Die Umweltschäden sind ja verheerend, da schickt man jedes Unternehmen in die Pleite. Außerdem musst du erst mal nachweisen, dass die Umweltschäden durch das jeweilige Unternehmen entstanden sind. Die Konzerne winden sich da schon irgendwie raus.
 
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