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Was wurde eigtl. aus diesem "Ocean Cleanup"?

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz, Naturschutz + Klimaschutz allgemein" wurde erstellt von Bio_Logisch_oder_was, 24 September 2016.

  1. Hallo,

    mich würde mal interessieren, was aus den Plänen geworden ist - das war vor einiger Zeit mal im Spiegel, sollte angeblich in test gehen, aber seither hab ich davon nix gehört - da hatte einer die Idee, in den fünf bekannten großen Müllstrudeln auf den Weltmeeren große Türme aufzustellen mit V-förmigen ziemlich langen Schwimmbarrieren und Förderbändern, die den durch die Barrieren zusammengesammelten Müll rausfischen sollen.
    Das ist dann, glaub ich, im chinesischen Meer erst mal in eine Testphase gegangen, aber wie gesagt, seither hab ich nichts davon gehört.
    Wäre schon cool, wenn das mal "live" ginge, sehr viel effizienter als die bisher verwendeten Sammelboote, weil die Türme halt ziemlich autark arbeiten würden.

    Gruß,

    Bio_Logisch_oder_was
     


  2. Ach,

    da gibt's eine offizielle WebSite, das ist ja cool.
    Demnach wird das immer noch getestet und soll dann ab 2020 in Betrieb gehen - ganz schön lang, aber ich schätze, bei Anlagen, die auf hoher See autark arbeiten und Wind und Wetter trotzen sollen, ist das nicht wirklich schneller zu machen ...
    Der Link ist Updates
     
  3. Soll ja dann 100% autark und energetisch selbstversorgend arbeiten - das wär cool. Ist nur zu hoffen, dass dann wie geplant durch den Verkauf des Plastiks als Recycling-Rohmaterial genug Geld reinkommt, dass auch in allen anderen bekannten Müllstrudeln so was aufgestellt werden kann. Dann wär der ganze Dreck so ungefähr bis 2050 wieder raus und ab dann würden die Dinger die Meere halt kontinuierlich sauber halten ... bis dahin hat sich aber auch anderweitig sicher schon einiges getan, hoffentlich nicht nur zum schlechteren ...
     
  4. Hi,

    ich schau regelmäßig mal auf deren Homepage vorbei und wollte mal kurz Bescheid sagen, die haben jetzt einen weiteren Meilenstein genommen, das erste Pilotprojekt im Pazifik startet bald - und es gab eine erhebliche Verbesserung im Gesamt-Design, wodurch sie a) zwei Jahre früher als geplant starten können (Fundraising) und b) die Hälfte des Great_Pacific_Garbage_Patches jetzt nicht wie geplant in 10, sondern in ! 5 ! Jahren wegräumen können. Das ist doch was.
    Gut, es bleibt das ganze Mikroplastik, das können die vermutlich auch nicht mehr rausfiltern, aber ich hab irgendwie so was im Kopf, dass anderweitig auch daran irgendwie gearbeitet wird auf Basis der Tatsache, dass das so einen ganz eigentümlichen Geruch hat, weswegen wohl Seevögel es so oft mit Nahrung verwechseln ... vieleicht weiß da einer mehr dazu? (ich würde nur empfehlen, daraus dann einen ganz neuen Thread zu machen)
    Gruß,

    Bio
     
  5. Ape.

    Ape. Mitglied

    Da ich (Schande auf mein Haupt) etwas lesefaul bin (auch wenn die Website ansprechend aussieht), hab ich mal nach bewegten Bildern geschaut. Hier ist ein (neues!) kurzes Video, damit man eine Vorstellung davon hat.
    Das klingt irgendwie futuristisch, sowas hätte ich vielleicht um 2050-rum erwartet. Obwohl es technisch recht simpel aussieht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich so etwas irgendwann direkt rentiert, aber für die Meere und damit auch für die Menschheit kann man nur die Daumen drücken, dass es funktioniert. Toll, dass man so etwas probiert und technisch schon so nah an der Umsetzung ist!
     
  6. Tja, die Rentabilität war da sicherlich ein Faktor - aber das System ist ja so konstruiert, dass es energieautark ist, so dass kaum laufende Kosten anfallen ... außerdem können sie wohl das eingesammelte Plastik tw. recyceln und verkaufen. Die Details kenn ich auch nicht alle, aber klingt schon genial. Hoffentlich können sie solche Systeme dann auch in die anderen großen Müllstrudel setzen, es gibt ja 6 oder so ...
    Gruß,

    Bio
     
  7. Idee: Da könnte man doch mal in Anlehnung an einen Spielzeug-Hype, den es da irgendwann mal gab, eine neue Puppen-Serie designen, die "Garbage patch kids" ;-)
     
  8. Hi,

    inzwischen hat das ja durchaus Hand und Fuß.
    Es gibt auf der WebSite der beauftragten Kategorisierungs-Firma auch schon Produkte - diese Firma zertifiziert anscheinend, dass diese Produkte tatsächlich aus genau dem Plastik gemacht sind, das da aus dem Meer geholt wurde.
    Sind zwar für Otto, den Normalverbraucher etwas teuer - aber es gibt genug Leute, die sich so was leisten können und gern etwas mehr ausgeben für etwas, was nicht jeder hat.
    Hier ist die
     
  9. Hi,

    inzwischen hat das ja durchaus Hand und Fuß.
    Es gibt auf der WebSite der beauftragten Kategorisierungs-Firma auch schon Produkte - diese Firma zertifiziert anscheinend, dass diese Produkte tatsächlich aus genau dem Plastik gemacht sind, das da aus dem Meer geholt wurde.
    Sind zwar für Otto, den Normalverbraucher etwas teuer - aber es gibt genug Leute, die sich so was leisten können und gern etwas mehr ausgeben für etwas, was nicht jeder hat.
    Hier ist die
     
  10. EmmiB

    EmmiB Mitglied

    Also ich bin da eher skeptisch. Ich habe mal einen Beitrag gesehen, dass dieses Plastik gar nicht aus den Ozeanen kommt sondern irgendwo am Strand gesammelt wurde und dann vielleicht eine Plastikflasche in einem T-Shirt stecht, für das man eigentlich 20 Plastikflaschen brauchen würde.
    Um den Müll aus dem Meer zu holen wird es wohl mehr brauchen als ein so ein Schiff;)
     
  11. Wieso Schiff? Kennst Du das Projekt? Du meinst dieses "Interceptor"-Teil? Was genau macht das denn? Ich hab mir das Video bisher nicht angeschaut. Bisher sah das eigtl. "Fang-System" ja anders aus …
    [etwas später] Ach so, dieser "Interceptor" soll in Flüssen zum Einsatz kommen. Aber das Plastik, das in diese von der DNV-Dings zertifizierten Produkte fließt, kommt doch aus dem Meer, nicht aus den Flüssen, oder? Das stammt doch noch aus der, sagen wir, ersten Stufe des Projekts, oder hab ich da was verpasst?
    Dass die Produkte, die es da gibt, tw. sicher nur zu einem Teil wirklich aus dem Plastik bestehen, das da rausgeholt wurde, ist naheliegend. Bspw. dieses Skateboard da - da besteht das "Deck" oben aus ehemaligen Geisternetzen - zu 100%? Fraglich … - der Rest wohl nicht.
    Mei - darum müssen sich die Geldgeber dieses Cleanup-Projekts kümmern - das Ziel ist ja, mit dem Verkauf Erlöse zu generieren, die dann in die notwendige Instandhaltung und den laufenden Betrieb des Projektes fließen - das wird nötig sein, wenn solche "Fang-Systeme" lfr. in allen sechs Müllstrudeln der Weltmeere Dienst tun sollen ...
     
  12. EmmiB

    EmmiB Mitglied

    Um ehrlich zu sein habe ich da jetzt den Überblick verloren. Da gibt es ja schon viele Projekte. Wenn ich daran denke, denke ich immer an die Schiffe, die das Plastik aus dem Meer fischen.
    Ich habe dazu ein paar Beiträge gesehen. Da ist es eben darum gegangen, dass bei Adidas und Nike das Plastik gar nicht aus den Ozeanen stammt, sie es aber so darstellen.
    Bevor sich das nicht finanziell lohnt, die Meere sauber zu machen, wird es auch nicht passieren. Alle Investoren wollen am Ende Geld sehen.
     
  13. Da hast Du natürlich leider Recht. Und solange sich die Erkenntnis, dass es um unser Überleben als Spezies geht - und dass auch keiner wirklich eine Zukunft will, in der wir vielleicht die einzige Spezies auf dem Planeten sind - nicht in wirtschaftliche Begriffe übersetzen lässt, wird das schwierig bleiben ...
     
  14. Ackersabi

    Ackersabi Neues Mitglied

    Denke auch ein Problem wird sein, dass sich die ganze Projekte zu sehr streuen. Wie beim Streu-Effekt. Leider ist die Welt doch zu groß, damit da rechtzeitig eine Wirkung gezeigt wird.
     
  15. Das ist leider auch richtig. In der Natur hat so was ja eine gewisse Verzögerung - das gilt jetzt beim Müllsammeln nicht, aber sonst generell - und auch so - der Müll ist ja nur eins von vielen Problemen und nicht mal das drängendste. Aber aufgeben ist keine Option. Jedes kleine Engagement hilft, egal wie und wann und wie lang es dauert.
     
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