Klimaschutz. Was sich keiner zu sagen traut.

SRW

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Hallo zusammen,
eines vorab: ich möchte mit diesem Beitrag niemand angreifen, sondern vor allem zum Nachdenken und konstruktiven Diskutieren anregen.
Beim Klimaschutz soll jetzt, wenn auch zu langsam und nur in wenigen Staaten, auf Erneuerbare bis 2050 umgestellt werden. Ob das aber bei der immer weiter wachsenden Menschheit die Erderwärmung noch bremsen kann, ist fraglich.
Was sich bisher keiner öffentlich zu sagen getraut hat, ist:
Verhütung ist der beste Klimaschutz.
Jeder Mensch, der nicht geboren wird, wird kein weiteres CO2 ausatmen, nicht mit seiner Körperwärme zur Erwärmung beitragen und kein weiteres CO2 durch seinen lebenslangen Konsum (zumindest von Lebensmitteln) ausstoßen. Wir sind jetzt bereits viel zu viele und belasten den Planet enorm. Jeder neu geborene Mensch macht weitere Probleme für alle anderen (nur rein rational und objektiv betrachtet - die Eltern lieben hoffentlich ihr Kind). Wenn die Menschen weltweit ihre Einstellung zur Fortpflanzung ändern und weniger oder am besten keine Kinder mehr wünschen und verhüten, dann würde das das Überleben der anderen erleichtern.
Nur sagt das keine der Regierungen, da sie ja weiter Steuerzahler und Konsumenten für ihre Wirtschaft wollen. Es gibt auch nicht eine Organisation weltweit, die Umweltschutz durch Verhütung propagiert.
Trotzdem ist ein Hauptschlüssel zur Bekämpfung all der Mensch gemachten Umweltprobleme die Veränderung von Gedanken und Wünschen in Bezug auf die Fortpflanzung.
Was alle tun sollten, um das, was droht, abzumildern, ist Verhütung.
 
Ein kluger Gedanke. Wer hat als Noch-Single nicht schon mal darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist, Kinder in diese Welt zu setzen - wir "Alten" werden diese Welt nicht mehr retten, dazu fehlt uns die Zeit. Global gesehen - gar keine Kinder mehr wünscht sich sicher keiner, das wäre dann ja auf jeden Fall das Ende - etwas weniger wäre unfraglich sinnvoll. Würde das Welternährungsproblem schon etwas entlasten - es ist etwas vermessen, über so was für andere entscheiden zu wollen, aber es ist schon eine Überlegung, ob man nicht geborenen Kindern dadurch etwas erspart oder … Schwieriges Thema. Grade bei uns in Deutschland würde es mich nicht unbedingt wundern, wenn da auch keine Diskussion zustande kommt. Dieses Thema ist bei uns einfach zu sehr tabuisiert.
 

wichtelgruen

Neues Mitglied
Hallo! Also ich muss sagen, ich bin richtig skeptisch geworden, von wegen was ist wahr und was strategische Täuschung. Vor ein paar Monaten bin ich auf Vernon Coleman dem "old man in a chair" gestoßen und dabei ging mir ein Licht auf. Hier ist sein take on Climate Change. Gibt jedenfalls zu denken, mir zumindest. Seither sehe ich die ganzen Bewegungen auf dem Sektor genauso kritisch, wie die allgemeine Ignuranz wenn es um die Vermüllung geht, wo sich ja jeder am Riemen reissen könnte
 

EmmiB

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Und wenn es keine Menschen mehr gibt, für was rette ich die Welt dann?
Man schafft es nicht Staaten dazu zu bringen ihren CO2 Ausstoß zu mindern aber man soll es schaffen die Menschen weltweit von der Fortpflanzung abzuhalten? Viel Spaß dabei.
Man muss sich realistische Ziele setzen, am besten solche, deren Umsetzung man auch in der eigenen Hand hat.
Für mich ist und bleibt der Schlüssel zum Umweltschutz, man muss den Umweltschutz finanziell attraktiv machen. Damit muss man Geld verdienen können, es muss einen monetären Anreiz geben. Sonst bekommst du die Wirtschaft nicht dazu vermehrt auf den Umweltschutz zu achten und alle Bemühungen der privaten Haushalte werden untergraben von der Wirtschaft.
 
Natürlich. Allerdings gibt es auch viele Initiativen, wo bspw. einzelne Dörfer auf selbsterzeugten Strom umsteigen und all so was - daran sieht man, dass sich das durchaus rechnen kann - nicht im großen Maßstab vieleicht. Daher ist weiterhin die Eigeninitiative jedes Einzelnen gefragt. Nur so können wir in der Hinsicht überhaupt was erreichen.
 

EmmiB

Mitglied
Natürlich gibt es sowas und ich finde das auch toll. Nur was wird denn bei diesen Dörfern dann im Supermarkt verkauft? Dieselben Lebensmittel wie überall sonst auch, mit genau derselben Plastikverpackung.
Was mich halt extrem stört ist, selbst bringt man Eigeninitiative ja durchaus auf - sie wird nur von allen Seiten torpediert. Und das obwohl sich jeder öffentlich für den Umweltschutz ausspricht.
Das ist scheinheilig und meiner Meinung nach liegt das eben daran, dass zu viele Menschen/Unternehmen wollen, dass sich am Status quo nichts ändert. Weil diese Menschen/Unternehmen eben vom Status quo profitieren. Und leider ist es so, dass man da als einzelner nicht die Macht hat etwas daran zu ändern. Heißt der Rahmen für die persönliche Initiative ist extrem eingeschränkt.
 
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