Die Ironie des menschlichen Lebens

Sind wir noch zu retten?

  • Ja, das wird schon irgendwie von selbst

    Stimmen: 0 0,0%
  • Keine Chance

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja, wenn alle anpacken

    Stimmen: 2 100,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    2

jwess97

Neues Mitglied
Der Sinn des Lebens? Der Grund, warum wir hier sind?
Fortpflanzung.
Das wurde mir zumindest im Biologie-Unterricht über die Jahre eingetrichtert.
Im Prinzip ja ne schöne Idee, man schenkt nicht nur weitere Leben, sondern sorgt dafür, dass der Mensch als Lebewesen erhalten bleibt.
Klar der demographische Wandel in Deutschland ist vorangeschritten, davon abgesehen werden wir dennoch immer mehr.
Wahnsinn, 8 Milliarden Menschen auf der Erde?!
Da haben wir doch ordentlich was geschafft oder?
Hmm naja greifen wir nochmal das Mutter-Kind-Verhältnis auf.
Ich will hier keinem auf die Füße treten, ob Wissenschaft oder Glaube, doch „Mutter Erde“ wurde uns geschenkt, ob nun durch ein Wunder, einen Gott oder eine halbwegs nachvollziehbare wissenschaftliche Erklärung.
Dazu gehört alles. Die perfekten Bedingungen um ein perfektes Leben zu ermöglichen.
Oben hab ich doch schon einmal von Biologie geredet. Schauen wir uns also mal grob die einzelnen Systeme an.
Gut, Grundproblem? Es wird verdammt heiß hier.

Da hätten wir z.B das Land, das „warme“ Land.
Ozonlöcher, Rodungen, Abholzen, Betonieren, schlicht neue „moderne“ Räume schaffen. Schließlich brauchen wir doch Platz! Und Möbel!Im Dschungel leben ja schließlich nur Tiere, irgendwelche Bakterien und achja diese Bäume. Herrje würden Bäume nur W-LAN ausstrahlen, dann wär aber mal sofort Ende mit dem ganzen Kram. Leider sorgen sie ja nur dafür, dass wir Sauerstoff zum Atmen haben, welch Tragik.

Eben wars das warme Land, kommen wir nun also zum kalten.
Wohl besser gesagt, zu dem was noch übrig ist. Nicht nur den Eisbären schmilzt buchstäblich der Boden unter den Füßen weg, wenn das, was der Titanic damals doch lieber erspart gewesen wäre noch weiter schrumpft und die großen Swimmingpools unserer Erde noch mehr ansteigen, na dann ist nicht nur Holland in Not.

Sollte die Meeresbewohner freuen, nicht wahr?
Mehr Meter = Mehr Raum zum Leben.
„Ha, denkste!“ dachte sich der Mensch da, das wär ja unfair, wir geben euch jetzt mal was, damit euer Leben auch den Bach runtergeht (haha Wortwitz).
Plastik.
Ich bin selten so erschrocken wie wenn ich Autobahnauffahrten entlang fahre und diesen ganzen verfluchten Müll sehe. Wie überaus bescheuert kann man überhaupt sein?
Klassisches „Wenn er vom Dach springt, springst du auch?“ , wie kann man denn auf die Idee kommen, dass nur weil eh schon tonnenweise Müll da rumliegt, noch mehr hinzuwerfen?
Durch zahlreiche Filme und Dokumentationen ist jedem klar, dass unser Plastik letztlich im Meer landet. Vor circa 18 Monaten wurde ein schwangerer, toter Wal an einer Küste angespült. Wie das Baby neben 24kg Plastik überhaupt noch wachsen konnte, ist für mich sehr fraglich.
Wenn es sich doch wenigstens nur auf uns selbst auswirken würde, uns Menschen, die wir uns selbst ans Bein pinkeln. Uns Menschen, die als „intelligentes Wesen“ gelten, was für eine Ironie.
Aber nein, wir müssen natürlich noch andere mit ins Boot ziehen.

Der Mensch hat den Hang zur Selbstzerstörung, auch wenn ich immer dachte, das sei hauptsächlich auf die Psyche bezogen, overthinking und so, wie wir modernen Menschen das heute nennen. Aber mal im Ernst, ist der Selbsterhaltungsdrang nicht größer?
Gut, uns selbst kriegen wir ja vllt noch durch...
Geht es uns egoistische, egozentrische stumpfe Wesen nichts an sondern nur irgendwas, was da in der Zukunft herumschwebt, puuuuh alles gut, müssen wir uns nicht drum kümmern. Genauso mit fremden Lebewesen, die sowieso in einem ganz anderen Element leben.
Soweit zu den Problemen.
Sprechen wir also abschließend nochmal über das große Ding, den Sinn des Lebens. Lohnt es überhaupt noch, sich weiter fortzupflanzen? Glaubt man Stewen Hawking, ist im Jahr 2100 sowieso alles vorbei mit uns.
Ich muss sagen, für mich ist es eindeutig, denn ich würde mich immer für das Leben entscheiden.
Für mich gibt es hinter jeden Ecke etwas Neues zu entdecken, unsere Erde ist verdammt nochmal wunderschön, Menschen mit ihren positiven Eigenschaften und Persönlichkeiten faszinieren mich.

Aus diesem Grund bin ich Menschen dankbar, die sich dafür einsetzen, unseren Planeten, unser Geschenk zu retten. Sie haben erkannt, dass das Leben schön und lebenswert ist, egal für welches Lebewesen. Organisationen und Projekte, die sich um den Erhalt unserer Erde bemühen verdienen nicht nur den höchsten Respekt, sondern auch allerhöchste Dankbarkeit.
Die Fortschritte, die Greta Thunberg mit der
„Fridays for Future“-Bewegung erreicht, sind bemerkenswert. Ansetzen, wo es den Menschen wehtut, bei der Zukunft und dem Leben ihrer Kinder.
Wir sollten dennoch erkennen, dass nicht irgendwelche Organisationen, Autoritäten oder Regierungen verantwortlich sind für unsere Lage und die Veränderung dieser, das ist jeder einzelne von uns zu einem mehr oder weniger hohen Maße.
8 Milliarden mal ein kleiner Schritt für einen Menschen in Richtung Klimaverbesserung? Ich würde sagen das ergibt mehr als einen großen Schritt für die Menschheit.

Ich kann und möchte mich absolut nicht herausziehen, ich bin (noch) keine vorbildliche Klimaretterin. Trotzdem, so sarkastisch und zynisch dieser Text auch klang, die Lage ist verdammt Ernst und ich kann behaupten, ich habe geschnallt, um was es hier eigentlich geht.

Es muss doch irgend einen Grund geben, warum wir hier sind.
 
Hi,

entschuldige, bisher hab ich Deinen Post nur überflogen. Bei Gelegenheit les ich das noch mal im Detail. Du scheinst Dir ja einige Gedanken gemacht zu haben.

Meine Einstellung zur Frage nach dem Sinn des Lebens ist im Kern die, dass die Menschen wohl die einzige Spezies auf dem Planeten ist, die es aus irgendeinem Grund für notwendig hält, im Dasein selbst einen Sinn zu sehen ...
Hpts. unterscheiden uns zwei Dinge von allen anderen Spezies auf diesem Planeten:
1) Die Fähigkeit bewussten Denkens und
2) eine fast unvorstellbare Kreativität im Erfinden von Argumenten, diese Fähigkeit nicht zu benutzen ;-)
Ach ja, vieleicht sollte man das o.a. als drittes Alleinstellungsmerkmal des Menschen auflisten ...
 
Tja ...
aufgrund einer Spezies werden zahlreiche andere über kurz oder lang vom Aussterben bedroht sein. Das war in der Geschichte unseres Planeten noch nicht da. Aber mei ... philosophieren kann man über Dinge wie Klimawandel, Müll, CO2 oder andere Treibhausgase (Methan?) und den ganzen Mist ziemlich gut und viel. Nur bringt das leider überhaupt nichts ...
Mehr bringt es, wenn jeder Einzelne seinen kleinen Beitrag leistet, entspr. Organisationen unterstützt, Müll trennt bzw. reduziert, Wasser und Energie bewusst verwendet etc. - Möglichkeiten gibt es ja viele. Dass die EU jetzt definitiv diese paar Plastikprodukte verbietet, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung - ein ganz kleiner, aber immerhin.
Der Trend in Dtl. geht ja - nicht erst, aber speziell auch nach der Corona-Krise - hin zu nachhaltigerer Kleidung, zu mehr Bio-Produkten, hoff. weniger Dienstreisen etc. - vieles dreht sich jetzt in die richtige Richtung. Spät, aber besser spät als nie. In puncto nachhaltigere Kleidung ist wiederum H&M vorn dabei, glaub ich - ich bin da nicht so informiert in die Richtung, aber die nehmen alte Sachen zurück und die waren eine der wenigen Ketten, die ihre Produktionsaufträge in Billiglohnländern nicht storniert haben, als hierzulande die Absatzzahlen eingebrochen sind.
 

EmmiB

Mitglied
Mehr bringt es, wenn jeder Einzelne seinen kleinen Beitrag leistet, entspr. Organisationen unterstützt, Müll trennt bzw. reduziert, Wasser und Energie bewusst verwendet etc. - Möglichkeiten gibt es ja viele. Dass die EU jetzt definitiv diese paar Plastikprodukte verbietet, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung - ein ganz kleiner, aber immerhin.
Der Trend in Dtl. geht ja - nicht erst, aber speziell auch nach der Corona-Krise - hin zu nachhaltigerer Kleidung, zu mehr Bio-Produkten, hoff. weniger Dienstreisen etc. - vieles dreht sich jetzt in die richtige Richtung. Spät, aber besser spät als nie.

Ist ja schön, wenn die Bereitschaft sich zu ändern in einigen Europäischen Ländern da ist. Die wirkliche Umweltverschmutzung passiert aber bestimmt nicht durch einen Durchschnittsbürger in der EU.
Man sagt zwar man muss immer bei den normalen Menschen anfangen, die normalen Menschen sagen aber nicht, kipp meinen Müll ins Meer oder die giftigen Stoffe brauchst du nicht herausfiltern, leer sie einfach in den nächsten Fluss.
Damit die Bereitschaft auch weiterhin aufrecht bleibt, muss man ganz andere Bereiche dazu verpflichten nachhaltiger zu werden. Sonst sinkt die Bereitschaft sehr schnell wieder. Mir geht es jedenfalls so:(
 
Tja, da muss man leider einiges an Durchhaltevermögen an den Tag legen.
Es gibt aber durchaus auch erfreuliche Dinge. Dass - wie sich jetzt bei einigen lokalen Wahlen gezeigt hat - die Klimakrise als Dauer-Thema durchaus in den Köpfen dringeblieben ist und nicht überlagert wurde, zum Bleistift. Auch auf der Agenda der Politik ist das Thema immerhin immer noch vorn dabei, auch wenn sich da deutlich weniger tut als wünschenswert wäre ;-)
Allmählich gibt es immer mehr Recycling-Produkte und ich denke, einige Unternehmen haben in der Corona-Krise schon die Chance ergriffen, gleich umweltfreundliche Neuerungen einzuführen - man hört vieleicht nicht so groß davon.
Unerfreuliche Neuigkeiten gibt es auch wie immer - mehr als erfreuliche - aber die zu oft durchzukauen, nimmt einem den Wind aus den Segeln.
 

EmmiB

Mitglied
Deinen Optimismus hätte ich gerne:)
Ich sehe halt leider keinen bzw. nur sehr wenig Fortschritte in die Richtung. Überall wird alles schöngeredet und ein ausgeklügeltes Marketing schafft es irgendwelche Dinge zu behaupten, die so gar nicht stimmen. Mit leeren Versprechungen wird man ruhig gestellt und dann irgendein 08/15 Projekt als großer Wurf dargestellt.
Es gibt so viele Dinge die nicht mal Geld kosten, die man umsetzen könnte und trotzdem tut man es nicht. Wie sollen sich dann erst die Dinge ändern, die wirklich ins Geld gehen?
 

InselKind

Neues Mitglied
Ich bin ja der Ansicht, dass einfach jeder seinen Grips einschalten und bei sich selbst anfangen sollte, auch kleine Dinge zu ändern. Wenn wir auf die großen Politiker warten wollen, dankeschön... da tut sich nix oder wenig... Ich habe seit über 2 Jahren mein Leben komplett umgekrempelt, auch gedanklich, und bin noch lange nicht fertig :)
 

veggiboy

Neues Mitglied
Ich glaube auch, dass es sehr wohl schon bei den einzelnen Menschen anfängt und ja das Thema ist eindeutig viel stärker im Bewusstsein der Menschen angekommen, als noch vor ein paar Jahren und wird immer mehr Menschen am Herz liegen. Vor allem die jungen Menschen und Kinder sind dabei auch wichtig, denn sie tragen das weiter und sind dafür verantwortlich, dass dieses Bewusstsein noch in vielen Jahren in den Menschen ist, wie viel Macht sie haben, hat man die letzten Jahre wohl gesehen. Ich glaube, dass allein dieses Bewusstsein und dieses "am Herzen liegen" des Umweltschutzes schon Großes bewirken kann, denn wer kauft die Waren und konsumiert die Dienstleistungen und wählt die Politik? Mit jeder Entscheidung zu nachhaltigen Produkten und Unternehmen oder Politikern, denen Umweltschutz wichtig ist, gestalten wir einzelnen Menschen diese Bewegung mit. In meiner Bubble ist das ein konstantes Thema und ich achte viel darauf so gut es geht die Personen oder Unternehmen zu unterstützen, die einen Mehrwert für Mensch und Natur bringen.
 

wichtelgruen

Neues Mitglied
Ich bin ja der Ansicht, dass einfach jeder seinen Grips einschalten und bei sich selbst anfangen sollte, auch kleine Dinge zu ändern. Wenn wir auf die großen Politiker warten wollen, dankeschön... da tut sich nix oder wenig... Ich habe seit über 2 Jahren mein Leben komplett umgekrempelt, auch gedanklich, und bin noch lange nicht fertig :)

Hey, ja, geht mir auch so. Manchmal bin ich auch richtig deprimiert. Weil sich alles so biblisch anfühlt mit dieser never-ending Endzeitstimmung. Überhaupt mit dem Maskenzwang. Aber ehrlich, man kann dem so gut es eben geht ausweichen und ansonsten sein bestes tun. Ich klaube immer den Müll auf wenn ich im Wald bin und mache alleine Flussbettreinigung, weil mir die Reiher und Enten so leid tun. Immerhin ein Beitrag, was die Kriminellen machen, kann ich ja nicht ändern.
 
Genau so muss man das wohl angehen - jeder muss seinen kleinen Beitrag leisten und an seiner eigenen Art arbeiten, so gut er kann. Das Verhalten anderer Leute kann man als Einzelner nicht ändern, nur das eigene. Und man kann nicht alle Probleme, die die Menschheit hat, gleichzeitig lösen.

Aus diesem Gedanken heraus werd ich mir nächstes Jahr einen Plug-in-Hybrid kaufen - zwar verursacht die Batterieproduktion anderswo gigantische Umweltprobleme und es kommt ohnehin darauf an, wie der Strommix generell aussieht - aber einfach beim Benzin zu bleiben, bis wir Batterien umweltfreundlich herstellen können oder eine Alternative haben oder 100% grünen Strom, ist auch keine Lösung. Es gibt wohl schon recht vielversprechende Alternativen mit Wasserstoff, Ammoniak oder Algen, die Treibstoff produzieren - aber man kann nicht immer auf die ideale Lösung warten.
 

EmmiB

Mitglied
Man kann als einzelner so viel machen wie man will, man wird daran nichts ändern könne. Ist ja sehr löblich, dass man den Müll aufsammelt wenn man im Wald spazieren geht, wenn aber gleichzeitig ein Containerschiff seinen Müll ins Meer ablässt, ist das mehr Müll als du als Einzelperson in deinem ganzen Leben einsammeln kannst. Egal welche Bemühungen man als Einzelperson an den Tag legt, es wird alles von den großen Playern torpediert. Hier sind die wirklichen Fortschritte vergraben die es dringend braucht. Nicht ob man jetzt Strohalme aus Plastik verwendet bei der Grillerei. Ja, es ist ein Beitrag aber der ist soo verschwindend klein, das ist nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.
 
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