Batterien

Im Radio hab ich heut was gehört, was ich ganz interessant fand, obwohl ich es schon lange so mache: Dass Batterien, die scheinbar leer sind und in manchen Geräten nicht mehr laufen, in anderen, "einfacheren" Geräten wie Uhren oder Lichterketten noch länger weiterlaufen können.
Ich mach das schon länger - es ist ja quasi das Äquivalent zum Aufschneiden von Zahnpastatuben ;-)
Gebrauchte Batterien aus Fernbedienungen etc. werden aufgehoben und wann immer wir neue brauchen, mess ich die vorhandenen mal durch und für Uhren nehm ich welche, die so fast leer sind, das klappt meistens recht gut.
Der Haken ist meistens nur, so viele uhren hat man nicht im Haus ;-)

Mit den ausgedienten Batterien aus E-Autos wird ja schon ähnliches gemacht, die werden zu größeren Einheiten zusammengeschaltet und der eine oder andere Autohersteller forscht schon an einem effektiveren Recycling dieser Batterien, was sicherlich auch nicht verkehrt ist, wenn in den nächsten Jahren immer mehr E-Autos auf unseren Straßen unterwegs sein sollen.
 

biohedi

Neues Mitglied
Für Batterien haben wir ein spezielles Gerät, mit dem wir noch messen können, ob die Batterie wirklich leer ist oder ob noch Saft enthalten ist. Ist ganz praktisch, denn wie gesagt, für manche Dinge wie für Uhren und Lichterketten braucht es keine voll aufgeladene Batterie. Da reicht auch eine schwache aus. Wie das bei E-Autos aussieht, kann ich aber nicht beantworten. Sie mögen zwar umweltfreundlicher sein, aber die Produktion des Akkus dürfte ja nicht wirklich umweltfreundlich sein. Denn da werden auch seltene Metalle verwendet.
 

EmmiB

Mitglied
Mir fallen bei mir nur ca. 5 Geräte ein, die mit Batterien betrieben werden. Der Rest hängt am Strom oder hat einen Akku. Ich schmeiße die Batterien meistens weg wenn sie "leer" sind.
Gut zu wissen, dass sich die Autohersteller jetzt schon mit dem Recycling von Batterien befassen:) Da sieht man wieder, das war bisher noch gar nicht in deren Konzept vorhanden. Hauptsache verkaufen, was dann damit passiert, geht die nichts mehr an.
 
Ich schätze, ganz uneigennützig ist der Wunsch nach Möglichkeiten des Recyclings nicht - über kurz oder lang werden die Preise für diese Rohstoffe steigen, evtl. kommen noch ähnliche "Umwelt-Abgaben" wie die CO2-Steuer. Aber das wissen wir ja, Umweltschutz kann in den Köpfen der Industrie nur gedeihen, wenn er mit kommerziellen Interessen Hand in Hand geht - da das allerdings in den Köpfen von Privatpersonen inzwischen fest verankert ist, ist das halt auch ein Verkaufsargument - so wie man als Konsument auf verschiedenste Gütesiegel achtet und bestimmte Produkte oder Marken aus Umwelt-Überlegungen halt kauft oder nicht kauft. Damit kann man sich als Autohersteller in Katalogen durchaus brüsten. Bei Produkten wie Autos, die man nicht so häufig kauft, ist das vieleicht kein so schlagendes Argument wie bei Milch, Eiern oder Fleisch - aber wenn ein Konsument zwischen zwei ansonsten gleich geeigneten Modellen schwankt, kann das durchaus ausschlaggebend sein.
 
Der Haken an dieser Batterie-Geschichte ist - wie find ich raus, was solche wenig-Spannung-brauchenden Geräte sind? So viele Wanduhren - bei denen geht besonders gut - hab ich jetzt auch nicht im Haus ...
 

EmmiB

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Ja nur muss man dann halt auch genau hinschauen wie viel von der Selbstbeweihräucherung auch tatsächlich stimmt. Mit den ganzen Siegeln sprichst du es ja an, Siegel über Siegel und keiner weiß welches Siegel für was steht.
Ich denke schon, dass sich mit Umweltschutz Geld verdienen lässt oder zumindest Geld einsparen lässt. Denke nur über den finanziellen Aspekt bekommt man Unternehmen dazu hier mehr zu ändern. Also entweder das Unternehmen baut einen Filter in den Schornstein oder ich beteilige es an den Kosten des zu hohen CO² Ausstoßes. Von mir aus kann das Unternehmen dann auch damit werben, dass es einen Filter eingebaut hat aber es muss letztlich halt auch stimmen. Da würde ich eventuell auch mehr den Fokus legen sonst hat das Unternehmen ja einen Wettbewerbsvorteil.
 
Genau das soll ja über den Handel mit CO2-Zertifikaten eigentlich erreicht werden - entweder ich senke den Verbrauch der Fabrik oder ich zahle, sprich ich kaufe CO2-Zertifikate. Insofern - vom Konzept her ist das genau das, was wir brauchen.
Da kommt halt dann wieder der Faktor Mensch ins Spiel, dass es Möglichkeiten gibt, den CO2-Wert auf dem Papier zu senken, indem man bestimmte Tricks anwendet - ein Gesetz zu jedwedem Sachverhalt ist zwangsläufig löchrig und lässt Schlupflöcher, sei es das Steuergesetz, das Glücksspielverbot oder sonst eins - und es ist halt jedermanns Entscheidung, diese Schlupflöcher zu nutzen oder nicht, das ist eine Frage des Prinzips.
Das ist halt generell der Nachteil am freien Willen der Menschen - jeder kann sich so oder so entscheiden und man sieht es ihm nicht an.
 

EmmiB

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Ja sicherlich nur darf es eben nicht so sein, dass ich mich günstiger freikaufen kann.
Ich verstehe es halt nicht wenn man ein Unternehmen hat und sich dann nicht auf die Zukunft vorbereitet. Man sieht doch schon klar wohin es geht, da verpulvere ich doch nicht mein Geld damit, den Status Quo solange es geht beizubehalten anstatt das Geld in Zukunftsbereiche zu stecken. Dann muss ich eben auch mal mein Konzept radikal ändern wenn es keine Zukunft hat.
Aber was macht man stattdessen, man steckt das Geld ins Lobbying damit alles so bleibt. Damit zögert man es nur raus. Da kann man doch gleich schon jetzt was ändern. Unterm Strich wird das ja nicht so viel Unterschied machen.
 
Das ist eine menschliche Grundeigenschaft - man hat halt Angst vor jeder Art von Veränderung und tut alles, damit nach Möglichkeit alles so bleibt wie es ist - was oftmals ziemlich abstruse Formen annimmt und nicht unbedingt was mit Vernunft zu tun hat ;-)
 
Wir Deutschen sind bei diesen Zukunftsängsten allem Anschein nach "marktführend" - in wenigen Ländern liest man so regelmäßig, wie gut es den Unternehmen geht - und wie skeptisch viele Unternehmer in die Zukunft schauen ... interessant ist auch oft die Diskrepanz zwischen dem individuellen Blick darauf, wie es Deutschland insgesamt geht - und dem individuellen Blick auf die eigene Zukunft ...
 

EmmiB

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Aber die Zukunft lässt sich ja nicht aufhalten. Das muss ich als Unternehmer ja sehen, ich muss ja für die Zukunft planen und mich den Gegebenheiten anpassen. Sonst kann ich ja bald zusperren. Da habe ich ja auch die Verantwortung für das Unternehmen, die Mitarbeiter, von mir aus auch die Aktionäre. Ein Unternehmen muss doch ein Bedürfnis erfüllen. Wenn dieser Bereich mal weg ist oder ziemlich sicher bald weg sein wird, kann ich ja nicht daran festhalten. Das ist ja meiner Meinung nach Harakiri.

Kann die Ängste ja zum Teil verstehen und auch nachvollziehen. Aber man darf da doch nicht den Kopf in den Sand stecken und wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren. Das ist ja Gift fürs Unternehmen und so überlebt man dann nicht. Schau dir die großen Konzerne an, die Pleite gegangen sind. Als Außenstehender fragt man sich da schon oft wie man sich da die Zukunft vorgestellt hat in den Unternehmen.
 
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