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Ich fühle mich einfach komplett überfordert.....

Dieses Thema im Forum "Mitglieder Ecke" wurde erstellt von Gast1793, 27 September 2019.

  1. Gast1793

    Gast1793 Guest

    .....von all den Anforderungen, die zu erfüllen eigentlich notwendig wären, denen ich aber nicht mehr gerecht werden kann. :(

    Tierschutz
    Plastikmüll
    Abgasprobs
    Elektrosmog

    usw.

    Dagegen kommt doch niemand allein an - aber WO anfangen? Ich bin fast 70 Jahre alt - und kenne das alles eh noch ganz anders!
    Wir haben früher Milch noch in Kannen beim Milchmann geholt, Fleisch lose beim Metzger um die Ecke, einfach in Papier gewickelt, die Brötchen und das Brot beim Bäcker ums Eck packte man unverpackt in die mitgebrachten Beutel und das Gemüse kauften wir auf dem Wochenmarkt und taten es in die Tasche anbei.
    Es gab einen Schwarzweißfernseher mit einem Programm, der nur abends lief, später kam das Tonband dazu.
    Und alles hielt jahrzehntelang im Gegensatz zu heute.

    Also genau das, was man heute wieder möchte, was aber nicht mehr möglich ist, weil "Hygienevorschriften" und "Wegwerfmentalität" es verhindern. Ich fühle mich hilflos und ausgeliefert.

    Wie handhabt ihr das??
     


  2. Jimmienn

    Jimmienn Neues Mitglied

    Mach Sport und kümmere dich nur um dich und die deinen. Gute Ernährung sind Früchte, Körner und ein wenig Fleisch. Aber Bewegung muss sein.
    Dabei versuchen positiv zu denken. Kopf hoch.
     
  3. Hallo,

    den Gedanken kenn ich gut. Es scheint einfach zuviel zu sein als das wir das alles noch schaffen könnten. Die Anzahl der Artikel zu Themen wie Umwelt-, Klima-, Arten- und Waldschutz, Müll etc. in den Medien hat sich vervielfacht. Zu Recht, auch die Probleme vervielfachen sich unt treten immer deutlicher zutage. Erst durch diese "Fridays for future"-Bewegung ist die ganze Thematik nun endlich in der großen Politik angekommen und plötzlich überbieten sich Parteien und Unternehmen damit, wie grün sie alle seien ...
    Ich erinner mich auch noch, dass ich als kleiner Junge Milch vom Bauern in der Kanne geholt hab, war jedes Mal auch ein Abenteuer, so ein Spaziergang. Beim Bäcker alles in einen mitgebrachten Beutel zu tun hab ich mal eine Weile probiert, aber irgendwie nicht durchgehalten. Heute werden so Taschen mit Aufschrift "Bäcker" teuer verkauft ;-) Immerhin haben wir jetzt viel weniger Plastiktüten beim Einkaufen - obwohl ironischerweise diese Plastiktüten durch mehrmaligen Gebrauch, und sei es als Mülltüte, eine bessere Umweltbilanz haben als die seitdem oft angebotenen Papiertaschen - v.a. die, wo grad mal ein Schmuckstück reingeht, die benutzt man nur einmal, weil die ansonsten ja für nix gut sind ... Ich hab auch schon viele Kollegen klagen hören, dass ihnen in anderen Ländern auch gegen ihren Willen solche Plastiktüten beim Einkaufen aufgedrängt werden, weil die Verkäufer das so machen müssen - und in anderen Ländern sind die oft so dünn, dass man sie auch als Mülltüten nur bedingt verwenden kann ...

    Da fällt mir manchmal zynischerweise der Spruch vom Optimisten und vom Pessimisten ein: Der Optimist sagt "Wir tun wirklich schon alles, was menschenmöglich ist, um [bla]. Mehr als wir tun geht nicht" - und der Pessimist befürchtet, dass er Recht hat ...
    Aber zurück zu Deinem Thema: Allzuviel kann man allein nicht ausrichten, das muss man sehen - aber resignieren und nichts tun ist natürlich keine Option. Man kann in vielen Bereichen jeweils einen kleinen Beitrag leisten, auf dies und das verzichten oder umsteigen, praktische Kleinigkeiten wie Seifensäckchen, Zeitschaltsteckdosen und dergl. anschaffen, Müll trennen und reduzieren, so banale Sachen wie Tuben aufzuschneiden und Reste zu verwerten, einfach mal schauen, ob man vielleicht irgendwo Gurken kriegt, die nicht in Folie eingeschweißt sind, nicht unbedingt im Winter Erdbeeren und Kiwis oder sonstige weitgereisten Sachen verzehren ... und irgendwo muss man einfach akzeptieren, dass man nicht mehr tun kann als das und zufrieden sein mit dem, was man tut.
    Ich find es ohnehin bewundernswert, dass Du Dir in Deinem Alter solche Gedanken machst.
    Also, Gedanken soll man sich natürlich schon machen, das ist klar. Aber nicht zu viele Sorgen. Das Problem geht nicht weg, aber jetzt, wo wirklich vielen Menschen die Problematik bewusst wird, gibt es schon eine Chance - und es gibt auch genug vielversprechende Projekte und Ideen, das Meer zu säubern, Plastik zu reduzieren etc.
     
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