Green Coding

Bio_Logisch_oder_was

Aktives Mitglied
Das ist ein rel. neuer Ansatz - die Ideen sind im Prinzip alt, aber versandet, seit Rechnerleistung, Speicher etc. quasi kostenlos sind... ich hab grad einen entspr. Vortrag von meiner Firma gehört. Hochinteressant. Da steckt echt Potential drin.

Bspw. gibt es wohl durchaus Unterschiede im Stromverbrauch zwischen Programmiersprachen. Da gibt es wohl auch eine Studie mit Vgl. dazu, dass bspw. C bestimmte Standard-Aufgaben um die Hälfte effizienter (ressourceneffizienter) löst als JAVA.

Dann geht es um die Größe von Bildern - es war früher mal üblich, ist aber verloren gegangen, Bilder fürs Internet generell klein zu machen - wenn ein Bild max. auf einem 27"-Monitor angeschaut wird, muss es keine 4MB groß sein. Mit Standard-Tools wie Tinypic krieg ich das auf 400kb und es ist qualitativ gut am Bildschirm. Da wäre natürlich bei Netzwerken wie Facebook&Co. richtig Potential drin, weil das natürlich Energie spart, wenn nur ein Bruchteil der Daten übertragen wird.

Am Handy kann man den "Dark mode" nutzen, das nutzt wohl v.a. bei OLED-Displays was, weil da jedes Pixel des Displays einzeln leuchtet bzw. dann eben nicht leuchtet.


Das wär was, was unbedingt verbreitet werden sollte. Wie's in meiner Signatur steht - werft doch mal das Schlagwort "Green Coding" im sozialen Netzwerk Eurer Wahl in die Luft ;-)
 

EmmiB

Mitglied
Ok damit kenn ich mich halt überhaupt nicht aus. Bin froh wenn mein Computer funktioniert und es mir keine Fehlercodes anzeigt:)
Meinst du das sollte dann jeder selbst machen oder Facebook und Co sollen die Daten dann komprimieren?
Wenn man das im Hintergrund macht und man als Verbraucher damit nichts zu tun hat, halte ich es für eine gute Idee. Wenn man sich da als Verbraucher darum kümmern muss, mag es immer noch eine gute Idee sein, es wird nur keiner machen:)
Man muss es halt so einfach wir möglich halten und am besten keine zusätzlichen Aufgaben für den Verbraucher schaffen, dann kann es etwas werden.
 

Bio_Logisch_oder_was

Aktives Mitglied
Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, insofern ist es beides - Sache der Programmierer, wenn es um die Effizienz der Codeabläufe oder um die Wahl der Programmiersprache geht, aber auch jedes Einzelnen (wenn es bspw. um die Größe von Bildern geht), das ist der Haken. Jeder Einzelne könnte beitragen, indem er Fotos, die er ins Internet hochladen will, vorher kleinmacht - da gibt`s Standard-Tools, die das sehr schnell machen. Soziale Netzwerke könnten da ja evtl. einen Algorithmus beim Hochladen einbauen, so dass Bilder, die auf die Server geladen werden, alle quasi "on the fly" kleingemacht werden.
Tja, Du legst den Finger genau in die Wunde - alles, wo der Einzelne irgendetwas tun oder unterlassen müsste, damit es funktioniert, ist schon halb zum Scheitern verurteilt in unserer billig-und-einfach-Welt ... Wirklich funktionieren kann nur das, wovon der Einzelne möglichst gar nichts mitkriegt und einfach so weitermachen kann wie bisher - nur dass das halt nicht mehr funktioniert. Die Zeiten, wo Umweltschutz nichts hätte kosten müssen und man auch keinerlei Einschränkungen hätte erdulden müssen, haben wir leider verstreichen lassen ...
 

EmmiB

Mitglied
Muss sagen daran habe ich noch gar nicht gedacht wobei wenn man daran denkt schon verständlich ist. Gerade das Internet braucht ja ziemlich viel Strom, dazu noch Crypto usw. Kann und sollte man eventuell auch mehr in den Fokus stellen.
Es gibt aber noch so viele Bereiche wo man es nicht einmal merken würde, stattdessen ändert man Dinge, oder stellt diese schon in Aussicht, wo man teils massive Auswirkungen hat.
Ich befürchte halt, so verliert man die Menschen. Bei uns in Österreich wird 2025 ein Pfand auf Plastikflaschen eingeführt. Da frage ich mich halt wieso man es wieder so regelt. Dann stelle ich für die Hersteller doch eine Quote auf. nur 50% ihres Angebotes dürfen in Plastikflaschen vertrieben werden, Quote stiegt Jährlich. Dann bin ich die Plastikflaschen auch los. Beim Bier funktioniert es ja auch, da nimmt die Mehrheit auch Glasflaschen weils angeblich besser schmeckt.
Mein Joghurtbecher besteht aus drei verschiedenen Materialien. Wenn ich den entsorgen möchte, muss ich alle drei Teile auseinandernehmen. Sowas gehört zuerst geändert, dann all die Sachen, die auch die Verbraucher direkt betreffen.
 
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