Elektroautos als Gebrauchtwagen – Das muss nicht riskant und teuer sein

JuergenVagt

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Langsam aber sicher sinken die ersten Elektroautos unter die Preisschwelle von 20000 €, für immer Menschen wird es wichtiger, worauf man beim Elektroautokauf achten sollte.


Elektroautos als Gebrauchtwagen – Das muss nicht riskant und teuer sein


von Jürgen Vagt 10.01.18


im Durchschnitt geben die Deutschen ca. 8300 € für einen Gebrauchtwagen aus und von die Preisregionen sind die meisten Elektroautos noch weit entfernt. Aber einige krabbeln schon unter die Marke von 20000 € Tesla, Twizy, i3 und e-Golf als Gebrauchtwagen: Die zehn begehrtesten Modelle und was sie kosten . Viele Umweltbewusste würden sich auch schon beim Angebot des Jahres 2018 ein Elektroauto kaufen, allerdings wollen die Wenigsten davon 75000 € für eine Oberklasselimousine als Neuwagenpreis ausgeben. Wie ich bereits in fast jeden dritten Blogpost und in meinen Ratgebern dargestellt habe, ist das Elektroauto ein überschaubares Risiko. Elektroautos als Gebrauchtwagen – Was gibt es zu beachten ?
Wenn man ein bestimmtes Fahrprofil hat, dann auch bei den heutigen üblichen Reichweiten mit einem Elektroauto glücklich werden. Bücher und Kurse rund ums Elektroauto! - elektroautovergleich.org

Elektroauto ist eben ein Auto


Beim Elektroauto gelten die gleichen Regeln, wie beim normalen Fahrzeugkauf. Also man sollte sich online ein paar Tests durchlesen und sich die typischen Schwachstellen merken und am konkreten Gebrauchtwagen überprüfen. Bei typischen Komponenten wie den Reifen und dem Rost an der Karosse ist das Elektroauto eben ein ganz normales Auto und muss so eben auch wie ein normales Verbrennerauto im Gebrauchtwagenkauf geprüft werden. Wo unterscheidet sich das Elektroauto? Ich halte mich in diesem Blogpost kurz, aber die Batterie und deren Lebensdauer ist entscheidend. Die Batterie ist am Elektroauto das Teuerste, diese Kostenverteilung gibt es so beim konventionellen Verbrenner nicht. Durch die Batterie gibt es beim Elektroauto ein großes Kostenrisiko und daher muss die Lebensdauer der Batterie betrachtet werden. Hier unterscheiden sich die Hersteller und das muss im Einzelfall überprüft werden. Wer dem offiziellen Autohändler nicht traut oder der Privatkäufer wirkt nicht überzeugend, dann gibt es bei der Dekra die Möglichkeit den Zustand der Batterie bewerten zu lassen. Batterien gebrauchter Elektroautos: Dekra und FKFS ermöglichen schnelle Bewertung
Damit hätte man dann eine verbindliche Basis für das Verkaufsgespräch, weil eine unabhängige und kompetente Stelle den Wert und die wahrscheinliche Lebensdauer der Batterie bewertet hat. So kann man ein zentrales Risiko beim Kauf eines Elektroautos ausschließen. Mehr dazu hier: Bücher und Kurse rund ums Elektroauto! - elektroautovergleich.org
 
Sehr sinnvoll, solche Tips.
Aber wie ist das mit dem "Tanken"? Ich hab mal anhand des Brennwerts von Benzin und meinem eigenen Stromtarif ausgerechnet ("vattenfall easy Irgendwas"), dass mich das Aufladen der Energie, die einem Liter Benzin entspricht, bei einem angenommenen Benzinpreis etwas über dem extrem niedrigen momentanen Niveau, jeweils 6Ct mehr kosten würde. Ein Elektroauto amortisiert sich, nehme ich mal an, dadurch, dass weniger Teile kaputt gehen können, richtig? Das Aufladen wirkt dem ja eher entgegen, aber das war natürlich nur eine Rechnung anhand meines eigenen Tarifs.

Ich denke, das ist ein grundlegender Fehler unserer Politik - wenn sie mehr E-Autos auf der Straße wollen, sollten sie dafür sorgen, dass Strom nicht ständig teurer wird und Benzin dagegen extrem billig ist. Außerdem sollte man m.E. die Zahl der Neuzulassungen pro jahr bei herkömmlichen Verbrennern begrenzen - stattdessen boomt die grade wieder mal ...
Vieleicht ist die Frage nach dem "amortisieren" ja auch schon im Ansatz falsch. Ich will ja eigtl. nur, dass es nach den Anschaffungskosten nicht mehr kostet als ein herkömmliches Auto.
Gruß,

Bio
 

euphorbia

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Was das Kaputtgehen angeht, sollte man aber nicht nur an die Anzahl der Teile denken, die kaputt gehen können, sondern auch daran wie teuer bestimmte Ersatzteile sind und wie hohe Reparaturkosten dafür anfallen. Ich kenne einige Hobbyschrauber, die etwas ältere Autos mit Verbrennungsmotor fahren. Bei den älteren Modellen sind viele Reparaturen für geübte Schrauber mit einer solide ausgestatteten Werkstatt im Freundeskreis oft noch erstaunlich günstig mit Können und Zeitaufwand zu reparieren. Wenn man nicht rast und auf eine achtsame Fahrweise (kein unnötiges Bremsen und Beschleunigen) schaut, kann man auch ältere Karren noch erstaunlich Spritsparend fahren.

An Elektroautos ist halt derzeit noch das Problem, dass die Anschaffung sehr teuer ist. Und der Wertverlust in der ersten Zeit, wie bei allen Neuwagen, wirklich enorm hoch ausfällt. Gebrauchte Elektroautos in gutem Zustand bekommt man schon, aber das sind halt meistens auch keine Modelle, die in den letzten Jahren neu herausgekommen sind, sondern wirklich schon ältere Fahrzeuge. Da ist dann der Haken, dass praktisch immer die Speicherbatterien in keinem besonders guten Zustand mehr sind. Und da für guten Ersatz zu sorgen, wird halt auch teuer.

Als weitere Hürde bei Elektromobilität sehe ich, dass das Strom-Tanken oft ziemlich lange dauert. Und Schnelladestationen sind nach wie vor noch eher rar gesät und teilweise auch vorübergehend nicht einsatzbereit. Die Reichweite, die man mit Elektroautos gut und bequem zurücklegen kann, ohne dass es zu Problemen beim Tanken kommen würde, ist im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren derzeit noch relativ begrenzt. Vor allem, wenn man eben bedenkt, dass das Aufladen / Tanken auch sehr zäh und mühsam sein kann.

Ich will ja eigtl. nur, dass es nach den Anschaffungskosten nicht mehr kostet als ein herkömmliches Auto.
Ja, das wäre gut. Auch wenn bei den Lebensmitteln die Produktion von Fleisch nicht gefördert würde und gesunde Lebensmittel nicht teurer wären, als ungesunde...

Dass man Autos rein mit Verbrennungsmotoren unattraktiver machen sollte, sehe ich grundsätzlich auch so. Aber dass rein Autos mit Elektromotor gefördert werden, wird, glaube ich, auch nicht den durchschlagenden Erfolg bringen. Ich denke, dass hybride Lösungen mit Elektromotor und Verbrennungsantrieb durchaus auch gefördert werden sollten. Wenn das Tanken von Strom günstiger ist, als Benzin oder Diesel wird das im Alltag verwendet werden. Während für längere Fahrten noch auf fossile Treibstoffe als "range extender" zurückgegriffen werden könnte. Ist keine ideale Lösung, klar. Aber manchmal muss man sich wohl mit den bestmöglichen Lösungen, die gerade verfügbar sind, zufrieden geben, oder? Und dann Schritt für Schritt in eine immer ein bisschen bessere Zukunft steuern.
 
Den letzten Absatz von Dir greif ich gern mal auf.
Das seh ich auch so - eine Zwischenlösung ist wohl eine recht schlaue Sache. Deshalb suche ich ja auch nach einem Plug-in-Hybrid.
Leider ist das mit den Anschaffungskosten genau so, wie Du sagst. Die meisten Modelle, die ich bisher gefunden habe - von 2020 und die ganz neuen - fangen mit einem Listenpreis um die 40.000 an.
Ich hoffe wirklich, dass dieses Modell, auf das ich noch warte, dann durch die staatliche Förderung unter 30.000 sinkt. Da ich in meinem ganzen Umkreis wirklich der einzige bin - von meinen Kindern abgesehen - der dieses ganze Thema treibt - alle anderen raten mir, erst mal als "Übergangslösung" einen gebrauchten Benziner zu kaufen, weil der halt viel billiger ist ...
Klar ist Elektro - ob jetzt als Plug-in-Hybrid oder als Voll-Elektro - nicht die alleinige Lösung. Es muss an vielen anderen Gliedern der ganzen Kette gearbeitet werden - da forschen ja auch schon viele, am effektiven Recycling von Batterien, an der Lithium-Gewinnung aus dem ohnehin vorhandenen Gruben- oder Geothermie-Wasser etc.
 

EmmiB

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Stand heute ist ein E-Auto nur etwas für einen sehr kleinen Personenkreis. Punkt!
Jetzt kann man sagen, man ist so Idealist, dass einem die Nachteile egal sind. Im Grunde zahlt man dann aber extrem drauf. Vielleicht nicht so sehr finanziell (denke aber doch auch) aber sonst sind es im Prinzip ja nur Nachteile.
Ein E-Auto ist als Zweitauto super. Man hat ein eigenes Haus, eigene Photovoltaikanlage am Dach, eigene Ladestation , fährt nur wenige Kilometer zur Arbeit, dem Einkaufen, was auch immer. Da ist das E-Auto super.
Für alle anderen Nutzer überwiegen die Nachteile massiv. Ich hätte echt gerne ein E-Auto - zuerst müssten aber dann alle Umstände bei mir dafür sprechen. Sprich, ich müsste mein ganzes Leben auf das E-Auto ausrichten.
 

EmmiB

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Dass man Autos rein mit Verbrennungsmotoren unattraktiver machen sollte, sehe ich grundsätzlich auch so.
Wenn ich ein Produkt habe, dass sich nicht verkauft (warum auch immer) dann kann es doch nicht der Plan sein alle anderen Konkurrenten schlecht zu machen. Das ist die völlig falsche Vorgangsweise. Ich habe echt Angst, dass durch solch ein Verhalten und die falschen Versprechungen E-Autos schlecht gemacht werden bzw. bald in ihrem Ansehen verlieren. Man preist E-Autos für etwas an, für das sie nicht gemacht sind. Wenn man dann mal ein E-Auto gekauft hat, sieht man dann auch die Nachteile wenn man nicht mehr die Welt durch die "Umweltschutz/Klimaschutz"-Brille sieht.
 

EmmiB

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Deshalb suche ich ja auch nach einem Plug-in-Hybrid.
Schon mal die Frage gestellt warum es eigentlich Plug-in-Hybriden gibt?
Ist halt meiner Meinung nach genau so ein falsches Versprechen wie ich es oben anspreche. Plug-in-Hybriden gibt es damit die Autobauer weiterhin SUVs mit 400PS verkaufen können und nicht zur Kasse gebeten werden. Durch die "grünen" Hybriden spart man sich vieles an CO² ein - zumindest auf dem Papier. Von wem werden Hybriden gekauft? Von Unternehmen für Firmenwagen. Dann fahrt man die 20km bis zur Autobahn elektrisch und dann auf der Autobahn haut man seine 20l/100km raus. Für mehr reicht der Elektromotor bzw. die Kapazität nicht aus. Das ist reine Augenwischerei.
 
Das ist durchaus richtig. So wie die meisten Plug-in-Hybriden genutzt werden ist ihre Umweltbilanz gar nicht so toll - viele werden aus den Firmenwagen-Pools nach ein, zwei Jahren weiterverkauft und das Elektrokabel ist noch originalverpackt ;-)
Das macht diesen Autotyp an sich nicht schlecht und für uns wär das sinnvoll, weil wir die Möglichkeit haben, ihn täglich extern aufzuladen und so 95% unserer Fahrten rein elektrisch absolvieren könnten. Aber generell ist das richtig. Die CO2-Ersparnis auf dem Papier sollte eigentlich nicht ausreichen dürfen - aber da ist dann die Möglichkeit der Kontrolle ein Problem ;-) Freiwillige Selbstkontrolle funktioniert bei der Autoindustrie nur sehr bedingt.
 
Aber den Batterien sollte man doch irgendwie die Information entlocken können, wie oft sie aufgeladen wurden, oder? Speziell extern - also könnte da am externen Ladegerät einfach eine kleine Zähl-Routine eingebaut werden, die feststellt, wie oft da Strom durchgeflossen ist - damit man das nicht überlisten und einfach nur einen Stecker ohne Kabel reinstecken kann .. Je nachdem, was diese Zähl-Routine sagt sollte dann jährlich die CO2-Quote nachberechnet werden - so wie ein Zu- oder Abschlag zu Strom, Wasser etc.
 

EmmiB

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Das ist durchaus richtig. So wie die meisten Plug-in-Hybriden genutzt werden ist ihre Umweltbilanz gar nicht so toll - viele werden aus den Firmenwagen-Pools nach ein, zwei Jahren weiterverkauft und das Elektrokabel ist noch originalverpackt ;-)
Das macht diesen Autotyp an sich nicht schlecht und für uns wär das sinnvoll, weil wir die Möglichkeit haben, ihn täglich extern aufzuladen und so 95% unserer Fahrten rein elektrisch absolvieren könnten. Aber generell ist das richtig. Die CO2-Ersparnis auf dem Papier sollte eigentlich nicht ausreichen dürfen - aber da ist dann die Möglichkeit der Kontrolle ein Problem ;-) Freiwillige Selbstkontrolle funktioniert bei der Autoindustrie nur sehr bedingt.
Aber man muss doch verstehen, dass ein Elektro SUV mit 2,5 Tonnen nicht das richtige Elektroauto ist. Da stimmt die Ausrichtung nicht. Schau dir mal den Prototyp von VW an, das 1l-Auto. War das ein 2,5 Tonnen SUV oder eher ein Minifahrzeug mit kaum Gewicht? Auf Elektro umzusteigen ist ja löblich ich muss aber auch in die Richtung gehen wo Elektroautos ihren größten Vorteil haben. Schau dir die ganzen Autobauer an, jetzt nehmen sie die normalen Autos, bauen statt eines Verbrennungsmotors nur einen Elektromotor ein und das war es dann. Ja so funktioniert die Sache dann wieder nicht. Und das wird einem dann als ultimative Lösung präsentiert.
 

EmmiB

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Aber den Batterien sollte man doch irgendwie die Information entlocken können, wie oft sie aufgeladen wurden, oder? Speziell extern - also könnte da am externen Ladegerät einfach eine kleine Zähl-Routine eingebaut werden, die feststellt, wie oft da Strom durchgeflossen ist - damit man das nicht überlisten und einfach nur einen Stecker ohne Kabel reinstecken kann .. Je nachdem, was diese Zähl-Routine sagt sollte dann jährlich die CO2-Quote nachberechnet werden - so wie ein Zu- oder Abschlag zu Strom, Wasser etc.
Da hab ich erst kürzlich einen Beitrag darüber gesehen. Weiß leider nicht mehr wo der gelaufen ist sonst könntest du dir den vielleicht noch online anschauen. Es gibt jetzt ein Start-Up, dass genau das angeht. Die haben so ein mobiles Gerät (ähnlich einem Auslesegerät in der Werkstatt) gebaut, das Gerät steckt man an das Auto an und macht dann eine Probefahrt. Dann lädt man das Auto etwas auf und man bekommt angezeigt wie gut der Zustand der Batterie ist. Das getestete Auto war jetzt nicht alt und hatte schon einiges an Prozent eingebüßt.
Damit kannst du also nicht sehen wie oft das Auto geladen wurde aber man sieht den Zustand der Batterie. Wobei es technisch von Seiten der Autobauer bestimmt möglich sein muss, einem anzuzeigen wie oft das Auto geladen wurde. Frage nur ob das gewollt ist:) Aber schlecht sicher nicht, wäre dann wohl besser als der Kilometerzähler weil da nutzt sich ein Elektroauto ja viel weniger ab.
 
Das mein ich ja - meine Intention hinter dieser Frage war nicht der Batteriezustand, wobei das für einen sich bald herausbildenden Gebraucht-E-Markt durchaus relevant ist.
Was ich meinte, wäre genau diese Frage, wie oft ein Plug-in-Hybrid tatsählich extern geladen wurde. Das wäre eine Möglichkeit - wenn das denn rechtlich geht und alles - bei Firmen, die ihren Pool mit solchen ausstatten und dadurch ihren CO2-Ausstoß auf dem Papier erheblich senken, etwas auf die Finger zu schauen, ob sie ihren Ausstoß denn tatsächlich senken, oder eben nur auf dem Papier. Indirekt könnte man das auch auf die Auto-Hersteller zurückspiegeln, die durch diese Plug-in-Hybriden ihren Flotten-Abgaswerte unter die neuen Vorgaben bringen.
Insofern - ob das von den Auto-Herstellern her so sehr gewünscht ist, darf man bezweifeln ...
Übrigens hab ich jetzt mal in einem Artikel gelesen - meiner Erfahrung nach leider sehr wahr - dass das Segment der Plug-in-Hybride eigentlich sehr stiefmütterlich behandelt wird, weil es nur als Übergangslösung gesehen wird und alle Autobauer jetzt Voll-Stromer bauen. Dabei ist der PHEV in meinen Augen eine sehr sinnvolle Lösung, solange es mit der Ladeinfrastruktur - v.a. außerhalb von Dtl. - noch hakt.
 

EmmiB

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Also ich habe den Bericht ein wenig gesehen, bei den Akkus ist es ja im Prinzip so, dass Laden nichts ausmacht sofern man nur selten über 80% Ladestand auflädt. Am besten ist es bei 0% erst zu laden und dann bis 80% aufzuladen. Sehr schlecht ist immer schon bei 50% zu laden und dann auf maximale 100% Akkuladung.
Also wenn ich das recht verstanden habe dann kann das Gerät nur den Akkuzustand testen, nicht wie der Akku geschädigt wurde. (Aber muss ja dann am laden liegen bzw. an der Abnutzung)
Die Idee ist sicher gut und hilft den Verbrauchern bzw. denen, die es kontrollieren sollen. Gewünscht ist es von den Autobauern bzw. Firmen sicherlich nicht.
Aber die Idee finde ich sehr gut weil es ja in Zukunft wichtiger werden sollte wenn es dann auch mal paar gebrauchte E-Fahrzeuge am Markt gibt.
 
Ah - das mit den Lade-Ständen wusste ich noch nicht. Ich war bisher davon ausgegangen, dass es so ist wie bei modernen Batterien allgemein - dass man möglichst früh laden sollte. Aber gut - dann muss ich das halt abends immer mal anschauen, wieviel in der Batterie noch drin ist und lade erst dann, wenn sie wirklich leer ist. Bei 80% aufzuhören wird schwieriger, wenn das nicht automatisch geht - ich werde hpts. nachts laden und kann ja schlecht bei 80% aufstehen und den Stecker rausziehen ...
Bin eh mal gespannt, was das wird. Ich habe nach wie vor gegen vielerlei Bedenken in meinem Umfeld anzukämpfen.
 
Uff - das Modell, das ich im Auge hatte, hat auch einen ganz happigen Listenpreis von ca. 42.000. Das ist auch nach Abzug aller Förderungen happig. Gut, man muss die Gesamt-Lebenszyklus-Kosten vergleichen. Da bei anderen Punkten einiges Sparpotential drin ist - momentan rechne ich mit einem DS-Spritpreis von 1.30, aber das wird wohl eher hochgehen - der Spritpreis ist leider immer etwas sprunghaft gewesen und spiegelt nur ganz indirekt die Ölknappheit und die CO2-Kosten ...
Auch Versicherung und Steuer sind billiger - und Reparaturkosten, wobei man die auch nur schätzen kann. Für den alten haben wir noch alle Werkstattrechnungen.
 

EmmiB

Mitglied
Nein das ist dann ganz falsch. Ich sag mal so, wenn das Gerät jetzt messen könnte wie oft du den Akku geladen hast, sagt das alleine wenig aus. Weil wenn du 100x das Auto von 80% auf 100% geladen hast, ist das unterm Strich viel schädlicher für den Akku als 1000x von 0% auf 80%. Und ob man das dann auch feststellen könnte, bezweifle ich mal. Also den Akku zu messen macht schon mehr Sinn wenn man nach dem Zustand geht und nicht nur nach der Anzahl der Aufladungen.
Und mit was für Stromkosten rechnest du? Oder willst du dir den Strom selbst erzeugen?
So ungemein günstiger ist das nämlich nicht wenn man den Strom nicht selbst herstellt. Dann kostet eine volle Ladung Akku zwar nur 15-20€ dafür musst du dann auch 3x laden um auf die Distanz eines Verbrenners zu kommen:)
 
Ich rechne momentan mit den Stromkosten, die wir laut unserem Tarif halt haben. Also schon realistisch. Dabei nehm ich nur den Arbeitspreis, nicht den Grundpreis, gewisse Verzerrungen hat man halt immer drin - aber gut, wir haben unseren Strom ja für vieles andere, nicht nur für's Auto.
Für eine volle Akkuladung bei einem PHEV - das kommt ja nur ca. 60km mit Strom - € 15 wär aber ziemlich teuer - ich hab da so eher € 5 oder etwas weniger für 100km ausgerechnet bei unserem derzeitigen Strompreis (ca. 25Ct pro kWh) ...
 
Hmm ... ein wirklich billigeres Modell gibt es nicht. Allerdings, wenn man die Gesamtkosten über einen (tw. geschätzten) Lebenszyklus anschaut, ist das nicht deutlich höher als bei einem Verbrenner (da hab ich unseren bisherigen Touran mit einem fiktiven Vgl.-modell verschmolzen).
Es handelt sich eigtl. nur um eine zeitliche Verschiebung der Lebenszyklus-Kosten nach vorne ...
Jetzt hab ich grad einen Artikel von irgendeinem Finanz-Experten gelesen, der in der momentanen Situation ernsthaft die Gefahr einer Mega-Inflation sieht - deshalb und auch generell ist es wohl bei der momentanen Lage auch wg. der 0-Zinsen sinnvoller, das Geld irgendwo reinzustecken und nicht auf der Bank liegenzulassen.
 

biohedi

Neues Mitglied
ich weiß nicht, wie es mit der Reparatur von solchen E-Autos aussieht, aber ich gehe mal davon aus, dass man die schneller wieder auf Vordermann bringen kann als ein ganzes Auto, oder nicht?
 
Grüß Dich,

prinzipiell ja, weil ein E-Motor halt einfach viel einfacher aufgebaut ist als ein herkömmlicher Verbrennermotor. Bei den modernen Voll-Stromern relativiert sich das wohl, weil die Hersteller sehr viel an elektronischen Spielereien reingebaut haben - Wärmepumpe, Lademanagement, Infotainment-System mit Internet und weiß der Henker was alles ... elektrisch hier, elektrisch da und plötzlich schrumpft die Reichweite wieder ...
Bei den Hybriden oder Plug-in-Hybriden ist dieser Effekt weniger ausgeprägt, da steckt weniger komplizierte Elektronik drin, insofern ist die Reparatur c.p. einfacher.
Allzu viele Werkstätten gibt es halt noch nicht, die ausgerüstet sind, solche Aggregate zu warten, aber je mehr E-Autos es gibt, desto sicherer wird diese Investition für die Werkstätten und desto mehr wird es geben.
 

EmmiB

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Die Verschleißteile sind einfach nicht mehr da bei den E-Autos. Kein Motor, keine Flüssigkeiten, keine Bremsen,... Da kommt dann schon viel zusammen. Man braucht sich ja nur mal die Reparaturen bei seinem Auto ansehen, was wurde denn repariert? Bremsen, Gummis, Auspuff. Bis auf die paar Gummis bei den Radlagern braucht man ja bei den Elektroautos nichts tauschen (sofern die das überhaupt noch haben)
Bei der Elektronik kann da schon viel hin werden. Frage ist halt ob man da einzelne Teile austauschen kann oder so wie beim Fernseher oder der Waschmaschine das Teil wegschmeißen kann wenn eine Sicherung kaputt ist. Das wäre dann nicht schön, gehe jetzt aber nicht davon aus.
 
Nee, man muss einfach mal vom besseren Fall ausgehen. Nächstes WE fahren wir mal einen 48h lang zur Probe, dann kann ich vieleicht mehr erzählen. Leider ist ja keine persönliche Beratung erlaubt, die Übergabe muss kontaktlos erfolgen - also nur telefonische Beratung.
 
Jetzt hatten wir den ersten mal 48h zur Probe. Über die Umweltbilanz kann ich jetzt noch wenig sagen, die Tests vom ADAC sind ja immer Kombinations-Tests von Elektro- und Benzinantrieb - aber wir sind am WE so um die 50km rein elektrisch gefahren (mit fünf Personen). Das ist angesichts des deutlich erhöhten Gewichts schon recht ordentlich. Schwankt natürlich stark, da fließen viele Faktoren ein ...
Die Reparatur- und sonstigen kosten werd ich dann ab Kauf mal mittracken. Ladekosten sind schwer rauszurechnen, wir laden ja zuhause und je 15kWh, also (m.o.w. täglich, dafür nur) für je ca. 2,50 ...
 
... ich hab mir nur überlegt, das Zusatzkabel für öfftl. Ladepunkte für schlappe € 340,- braucht's für Plugins eigtl. nicht. In 90% der Fälle sind wir nach unter 60km ja wieder daheim und können da laden. Selbst wenn es kostenlose Ladepunkte gibt - bis man das wieder reingespart hätte in 15kWh-Häppchen ...
 
Die Kabel kosten alle so viel - verschiedene Steckersysteme, immer über € 200 - da müsste man, wenn es den nicht schon gibt, einen "Tauschring" aufmachen - ich brauch das Kabel ja nicht 24/7, sondern max. 2h am Tag, bis mein Plugin voll ist. Da frag ich mal im entspr. Forum.
 
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