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Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland und Österreich

Dieses Thema im Forum "Tierschutz, Tiere + Fauna" wurde erstellt von euphorbia, 26 Februar 2019.

  1. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Fast mein ganzes Leben war ich in wolfsfreien Gebieten unterwegs. Schließlich war der Wolf schon ausgerottet. Inzwischen wird er aber zunehmend wieder heimisch und hat auch in Deutschland und Österreich wieder Nachwuchs. Wölfe sind in meinen Augen beeindruckende Tiere und ich freue mich, dass sie sich wieder zuhause fühlen.

    In meinem Umfeld wird die Debatte über den Wolf aber kaum neutral geführt. Natürlich ist der Wolf ein Raubtier und weder diejenigen, die alles durch die rosarote Brille sehen, noch die andere Seite, die am liebsten alle Wölfe wieder erschießen würde, haben vollumfänglich Recht. Ich denke, wenn man es vernünftig angeht, Wert auf Herdenschutz legt und Hunde im Wolfsgebiet nicht alleine streunen lässt, kann eine gute Co-Existenz gelingen.

    Was sind eure Gedanken zu dem Thema?
     


  2. RipVanWinkle

    RipVanWinkle Neues Mitglied

    Solange es genug lebensraum fuer die woelfe gibt und der mensch schlau genug ist abstand zu wahren sollte ein gemeinsames zusammenleben doch moeglich sein.
     
  3. Frank78

    Frank78 Neues Mitglied

    Wir schützen den Tiger etc. in anderen Ländern, aber dulden keine größeren Raubtiere im eigenen Land. Eigentlich sehr traurig, aber typisch deutsch.
    Es wird einfach Zeit umzudenken. Wenn der Wolf zurückkehrt ist das doch super und die Viehhalter brauchen sich auch nicht aufzuführen. Bekommen doch bestimmt eine Abfindung, was in anderen Ländern nicht der Fall ist und da funktioniert es doch auch.
    Solange sie nicht von irgendwelchen Pfosten angefüttert werden und die Scheu vor dem Menschen verlieren, passiert da normalerweise auch nichts. Und sollte doch was passieren, ist es halt so. Wir können doch nicht alles ausrotten, was uns gefährlich werden könnte.
    stop!!! Das tun wir ja
     
  4. Gast1793

    Gast1793 Guest

    Der Wolf ist nicht "so einfach" zurückgekehrt, er ist quasi "eingeladen" worden, das zu tun. Und darin liegt das Problem, denn mit den Auswirkungen, die das nun hat, hat sich vorher keiner befasst.
    Wer leiden muss, sind wieder einmal die Tiere. Die Schafe, die gerissen werden, weil die Schäfer überhaupt nicht vorbereitet waren.
    Die Wölfe, die nun wieder auf der Abschussliste stehen, nachdem man sie erst unbedingt wieder hier haben wollte.
     
  5. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Typisch deutsch ist das sicher nicht, ich lebe in Österreich und dass der Wolf hierher zurückgekehrt ist, ist ja noch nicht lange her. Die Themen in der Bevölkerung sind ähnlich wie in Deutschland. Vor allem im städtischen Raum, also bei denen, in "deren Lebensraum" der Wolf sicher nicht eindringen wird, sind begeistert. Und bei der Landbevölkerung ist es eher das Gegenteil. Es muss doch realistische Stimmen zwischen "Abknallen" und "Anfüttern" geben? In den Medien bekommt man davon wenig mit...

    Dass der Wolf eingeladen wurde, sehe ich nicht so. Die Grenzen sind für Tiere natürlich offen und aus Tschechien und anderen Ländern können sie einfach wieder in ihren ehemals schon natürlichen Lebensraum zurückkehren. Dass das Szenario, dass das so kommen wird, zu lange ignoriert wurde, sehe ich aber auch so. Das war absehbar und man hätte schon weit vorher Maßnahmen zB zum Herdenschutz ergreifen müssen.
     
  6. libelle

    libelle Neues Mitglied

    Ich sehe es so wie @euphorbia ... meines Erachtens wurde der Wolf nicht eingeladen, sondern er ist von den Nachbarländern in seinen natürlichen Lebensraum zurückgekehrt. Und das hätten Experten eigentlich voraussehen müssen. Dann wären denk ich auch Maßnahmen für den Herdenschutz möglich gewesen.
     
  7. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Ja, das hätte man wesentlich früher in die Wege leiten müssen. Und den Menschen auch seriöse Informationen zur Verfügung stellen, ohne Panik zu machen. Es hätte oder bräuchte da offizielle Anlaufstellen, um den Menschen ihre Ängste zu nehmen, sie im Umgang zu schulen oder im Fall von Nutztierrissen auch angemessen zu entschädigen.

    Hier in Österreich hat man in den vergangenen Monaten, im Gegensatz zum Vorjahr, kaum etwas von Wolfssichtungen oder -rissen gehört. Es liegt wohl die Vermutung nahe, dass es in einigen Fällen zu illegalen Abschüssen gekommen sein könnte. :(
     
  8. Ich hab da persönlich noch keine Erfahrungen gemacht. Anundfürsich ist der Wolf natürlich als Raubtier ein sehr wichtiger Faktor im ökologischen Gleichgewicht. Anundfürsich haben wir ja auch viel zu viel Rotwild u.a., was insgesamt natürlich nicht besonders gut tut, auch wenn man es kaum zu Gesicht bekommt. Wie alle Raubtiere geht aber der Wolf natürlich auch den Weg des geringsten Widerstandes, wenn es um die Futtersuche geht. Wenn da eine Herde Schafe ist, nur von einem Zaun geschützt, dann ist das wohl trotz allem einfacher zu überwinden als stundenlang im Wald der Beute hinterherzulaufen.
    Diesen Konflikt zwischen Menschen und Tieren haben wir ja überall und bei verschiedensten Wildtieren, seien es nun Wölfe, Tiger, Elefanten oder Eisbären. Abschießen ist sicher nicht die Lösung. Das ist aber natürlich leicht gesagt - aus der Sicht eines Bauern, der durch Wölfe in der Nähe regelmäßig Schafe verliert und sich einen ausreichenden Schutz seiner Herde vielleicht nicht leisten kann, sieht das sicherlich etwas anders aus.
    Eine Lösung müsste halt auch hier wie in vielen anderen Bereichen des Umweltschutzes an zahlreichen Stellen zugleich ansetzen, das macht es ja meistens so schwierig.
     
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