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Bauvorhaben: Wie viel kostet eine neue Wärmepumpe?

Dieses Thema im Forum "Haus + Wohnung" wurde erstellt von euphorbia, 21 Mai 2019.

  1. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Wir gehen gerade die ersten Schritte in Richtung Eigenheim und sammeln unterschiedliche Informationen. Aktuell über Heizungen. In der Verwandtschaft gibt es zwar ein paar Hausbesitzer, aber das moderneste ist, glaube ich, aus den 80ern und wird mit Öl geheizt. Das kommt für uns natürlich nicht in Frage! Soweit ich das bislang gelesen habe, sind Wärmepumpen derzeit die effizienteste und umweltfreundlichste Alternative. Aber wie viel kostet eine neue Wärmepumpe in etwa? Hat jemand von euch schon gebaut und hat Erfahrungen damit?
     


  2. coco

    coco Neues Mitglied

    Das finde ich eine sehr gute Entscheidung! Mit Wärmepumpe zu heizen ist erstmals günstig und zweitens ist es eine der (wenn nicht DIE) umweltschonendste Form überhaupt sein Haus warm zu kriegen (und das Warmwasser). Deshalb haben wir ja auch eine Wärmepumpe und sind sehr froh darüber, da es auch sehr komfortabel ist. Man muss kein Holz schleppen oder sich nicht um die möglichen Schwierigkeiten mit Gas auseinandersetzen. Deine Frage kann man aber so nicht wirklich beantworten, da es ja verschiedenste Formen von Wärmepumpen gibt. Die Idee ist ja immer die gleiche: Einem Medium die Wärme zu entziehen. Welches Medium das ist, hängt von der Art des Systems ab. Wir haben zum Beispiel eine Vaillant Luftwärmepumpe, die eben der Außenluft die Wärme entzieht. Was wir so alles dafür gezahlt haben ich jetzt nicht genau sagen (hab ich nicht wirklich im Kopf). Aber man findet die Preise eh oft auf den Seiten der Hersteller. Dann gibt es ja noch die Sole-wärmepumpen und auch die Wasser-Wärmepumpen. Die sind zwar von der Effizienz her besser, aber kosten normalerweise auch etwas mehr. Habt ihr euch schon ein paar Gedanken gemacht, welche Art von Wärmepumpe ihr überhaupt haben wollt und wie hoch die Heizlast bei eurem Haus sein wird. Davon hängt ja natürlich alles ab. Und auch von der Isolierung des Hauses. Denn das ganze System muss auf diese Faktoren abgestimmt werden. Denn es hilft ja nichts. wenn man eine überdimensionierte Wärmepumpe hat. Die verbraucht dann mehr als man wirklich effektiv braucht. Also noch ein paar Infos wären ja schon hilfreich ;)
     
  3. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Das freut mich sehr zu lesen, dass du Wärmepumpen auch für umweltfreundlich hältst! Das mit den niedrigen Energiekosten kennst du, wenn ihr eine solche Heizung habt, wahrscheinlich aus eigenen Erfahrungen, oder? Unser zukünftiges Haus ist ja noch nicht gebaut, sondern befindet sich noch in der Planung. Wir denken an ein Niedrigenergie- oder sogar Passivhaus. Da sollte die Dämmung dann hoffentlich gut passen.

    Wegen der Energiequelle für die Wärmepumpe haben wir uns noch keine genaueren Gedanken gemacht. Von Vaillant gibt es da auch unterschiedliche Modelle, oder? So en Flächenkollektor kommt für uns eher nicht in Frage, da wir gerne auch Obstbäume und etliche Sträucher anpflanzen wollen würden. Ob so eine Tiefenbohrung in Frage kommen könnte, müssten wir in Erfahrung bringen. Aber eine Luftwärmepumpe sollte auf alle Fälle gehen! Darf ich fragen wie laut eure Außeneinheit ist?

    Ich bin jetzt beim recherchieren auch darauf gestoßen, dass einige Geräte auch eine Kühlfunktion haben, die im Sommer genutzt werden kann. Da es bei uns im Sommer oft sehr heiß wird, stelle ich mir das schon angenehm vor. Und was den Stromverbrauch angeht... da wäre natürlich eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage wirklich ein Traum!
     
  4. coco

    coco Neues Mitglied

    Die Heizkosten halten sich sehr gering bei uns. Das Haus ist ja auch gut gedämmt und das Wärmepumpensystem ist ja auch gut abgestimmt mit der Heizlast. Wie gesagt, sollte man da bei der Planung genau aufpassen, die Wärmepumpe nicht zu überdimensionieren. Da wird dich hoffentlich dein Heizungsbauer auch gut informieren.

    Vaillant ist ja ein größere Firma mit langer Geschichte und die sind in verschiedensten Gebieten schon Spezialisten und haben natürlich auch alle möglichen Formen von Wärmepumpen. Die Auswahl ist also vorhanden...hängt dann nur von eurer Entscheidung und dem Baugrund ab. Bei den Flächenkollektoren gibt es dann noch eine Art die heißt Ringgrabenkollektoren. Die werden in einem Graben rund um den Grund schlangenförmig eingebaut. Somit kann man auch die Gartenfläche gut nützen. Also checkt das auch mal aus. Tiefenbohrungen hängen dann auch vom Grund und auch von den Genehmigungen ab. Das ist von Bau zu Bau verschieden. Infos besorgen! ;)

    Unsere Außeneinheit ist relativ groß und deshalb auch sehr leise. Es gibt auch Hersteller mit kleineren Außeneinheiten und da läuft der Ventilator viel schneller und die sind dann auch lauter. Man will ja die Nachbarn nicht ärgern ;)

    Stimmt, die Kühlfunktionen haben auch viele Geräte. Da wird eigentlich nur der Kreislauf umgedreht und es wird Wärme aus dem Haus entzogen und an das Erdreich abgegeben. Auch sehr praktisch bei wärmeren Gegenden.

    Und wenn ihr eine Photovoltaikanlage auch noch installieren könnt, wäre es natürlich perfekt. Mit Speicherbatterien kann man dann aus dem ganzen System das Beste rausholen.
     
  5. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Okay, es kommt also nicht nur auf das Gerät an, sondern auch auf die Abstimmung? Kann das dann jeder Heizungsbauer gleich gut oder ist es am besten, wenn man das dann direkt vom Hersteller vornehmen lässt?

    Der Baugrund ist bei uns bereits vorhanden, das mit den Ringgrabenkollektoren klingt spannend. Das notiere ich mir als mögliche Alternative zu normalen Flächenkollektoren gleich mal! Ansonsten klingt es auch gut, dass moderne, qualitativ hochwertige Luftwärmepumpen inzwischen so leise sind, dass sie nicht störend auffallen. Ob das mit dem "Umdrehen", so dass statt zu Wärmen etwas gekühlt wird, funktioniert, ist unabhängig davon ob man Luft- oder Erdwärme verwendet?

    Wegen einer PV-Anlage und Batterien holen wir auch gerade Infos ein. Bezüglich Energiespeicherung scheint sich in den letzten Jahren zum Glück ja auch noch mal erstaunlich viel getan zu haben.
     
  6. coco

    coco Neues Mitglied

    Klar hängt es von der perfekten Abstimmung des Heizsystems ab, ob man wirklich effizient heizt oder nicht. Da ist eine Heizlastberechnung einfach notwendig. Es macht halt keinen Sinn wenn man zum Beispiel nur 6kW Heizlast hat und eine Wärmepumpe installiert, die zB 12kW Heizwärme liefert. Die zwei Werte sollten im gleichen Bereich sein. Wenn man nur ein wenig überdimensioniert ist es nicht schlimm...aber alles mit Vorsicht genießen ;)
    Die ganze Planung mit der Heizung haben wir mit unseren Heizungsbauer des Vertrauens gemacht. Die finale Installation der Wärmepumpe haben dann die Techniker von Vaillant selbst gemacht und wir haben dann auch einen Wartungsvertrag beim Werkskundendienst von Vaillant auch gleich abgeschlossen.

    Im Grunde ist es egal ob man als Luftwärmepumpe oder eine Sole-Wärmepumpe mit Erdkollektoren hat...an beide Medien kann man Wärme abgeben und somit auch das Haus kühlen...vorrausgesetzt die Wärmepumpe hat eine Kühlfunktion. Unsere zum Beispiel hat sie integriert.
     
  7. euphorbia

    euphorbia Mitglied

    Um die Kühlfunktion beneide ich euch gerade sehr. Gerade wenn man die mit eigenem Strom von einer Photovoltaik-Anlage betreibt und der Strom dazu aus erneuerbaren Energiequellen kommt, ist das bestimmt ein besonders angenehmes Gefühl. Bevor es bei uns wirklich ernst wird, wollen wir uns auch noch auf Baumessen umsehen. Den Rest werden wir dann auch von Profis machen lassen, damit alles wirklich passt. Danke dir für deine Schilderungen und Tipps!
     
  8. NatureMart86

    NatureMart86 Neues Mitglied

    Ich finde es generell gut, wenn ich lese, dass man sich Umweltbewusst verhält, gerade wenn es um die eigenen 4 Wände geht. Als wir unser Haus gebaut haben und auch darüber hinaus, haben wir immer darauf geachtet umweltbewusste Baumaterialien zu benutzen. Der Aufbau aus Porotonstein, Wohngesunde Wandfarbe und auch die Dämmung selbst ist aus Holzfaser. Kurz gesagt die Benz Gmbh war für uns der Baustofflieferant schlecht hin, weil wir dort einfach alles bekommen haben, um umweltbewusst zu bauen. Auch 1 Jahr nach der Fertigstellung, achten wir weiterhin darauf. Uns ist das wichtig und man tut damit der Umwelt und somit auch anderen einen Gefallen. Und der Gedanke gefällt mir gut. ;-)
     
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